Der Bürgermeister von San Estanislao, Agustín Ovando, ist erneut von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden. Ihm wird die mutmaßliche Veruntreuung von rund 1,85 Milliarden Guaraní zur Last gelegt, in die auch die Gemeindemitarbeiterin María Lourdes Ocampos verwickelt sein soll. Für beide wurden Haftbefehle beantragt. Ovando bleibt vorläufig im Amt und hat angekündigt, nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren.
Jesús de Tavarangüé
Pytagua-Berichterstattung zu Jesús de Tavarangüé.
Zwei Gemeinderäte und der ehemalige Gemeindekassenprüfer bestätigten in einer Anhörung, dass der Bürgermeister von Jesús de Tavarangüe, Víctor Garay, rund 2,44 Milliarden Guaraní für eine "parallele Kommission" abgezweigt habe. Er habe demnach Mittel aus Gesetzen zum kulturellen Erbe für mangelhafte Bauarbeiten und ohne Ausschreibung verwendet, wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage wegen Vertrauensmissbrauchs vorwirft.