Die paraguayische Steuer- und Zollbehörde DNIT prüft die Reform von Steuervergünstigungen für Unternehmensrücklagen und Elektrofahrzeuge sowie eine Anpassung der Besteuerung von Tirzepatid. Der Industrieverband UIP mahnt zur Vorsicht bei Sonderregelungen wie der Maquila. Alle Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Parlaments.
Óscar Orué
Pytagua-Berichterstattung zu Óscar Orué.
Die paraguayische Regierung hält an ihrem Versprechen fest, die Steuersätze bis 2028 nicht zu erhöhen. Gleichzeitig prüft sie jedoch Steuervergünstigungen und Sonderregelungen wie das Maquila-System, die dem Staat Einnahmen von bis zu einer Milliarde US-Dollar entgehen lassen. Im Parlament werden derweil neue Steuern und Ausgabenkürzungen diskutiert, um öffentliche Prioritäten zu finanzieren.
Die paraguayische Steuer- und Zollbehörde DNIT und der Bankenverband Paraguays bereiten eine integrierte Plattform vor, um den Zugang zu Banktransaktionen bei Steuerprüfungen zu beschleunigen. Die Analyse erfolgt anhand des finanziellen Profils der Steuerpflichtigen, während Steuererklärungen nur mit ausdrücklicher Genehmigung eingesehen werden dürfen.
Die paraguayische Steuer- und Zollbehörde DNIT führt eine Meldepflicht für Kryptowährungstransaktionen über 5.000 US-Dollar pro Jahr ein. Ein Experte warnt vor zu hoher Komplexität, die dem Sektor schaden könnte.
Die paraguayische Steuer- und Zollbehörde DNIT und der Bankenverband Asoban haben eine Vereinbarung für eine digitale Plattform zum sicheren Datenaustausch unterzeichnet, die ab dem ersten Halbjahr 2027 einsatzbereit sein soll. Parallel prüft die DNIT Sonderregelungen und führt eine Regulierung von Kryptoassets ein, um die Steuereinnahmen zu steigern.
Die Bauarbeiten an den grenzüberschreitenden Brücken Puente Bioceánico und Puente de la Integración schreiten voran, doch die notwendigen Zufahrtsstraßen und Zollstellen für ihren Vollbetrieb werden voraussichtlich erst 2027 fertiggestellt. Unterdessen sorgt der zunehmende Verkehr auf einer der Brücken bereits wegen mangelnder Stadtplanung für Kritik.
Das Instituto de Previsión Social (IPS) und die Dirección Nacional de Ingresos Tributarios (DNIT) haben eine Vereinbarung zur Datenabgleichung von Finanz- und Steuerinformationen unterzeichnet, um die Einnahmen der Sozialversicherung in Paraguay zu steigern sowie Betrug und informelle Beschäftigung zu bekämpfen.
Das Colegio de Contadores del Paraguay hat die DNIT – Paraguays Steuer- und Zollbehörde – aufgefordert, eine technische und öffentliche Debatte über die Resolution Nr. 49/2026 und ein mögliches Gesetzgebungsvorhaben zu führen, die die Gewinnrücklagen von Unternehmen betreffen. Der Berufsverband bemangelte mangelnde Klarheit bei den Vorschriften und forderte formelle Erläuterungen, bevor die Maßnahmen weiter vorangetrieben werden.