IPS und DNIT schließen Vereinbarung zur Datenabgleichung und Steigerung der Sozialversicherungsbeiträge in Paraguay

Das Instituto de Previsión Social (IPS) und die Dirección Nacional de Ingresos Tributarios (DNIT) haben eine Vereinbarung zur Datenabgleichung von Finanz- und Steuerinformationen unterzeichnet, um die Einnahmen der Sozialversicherung in Paraguay zu steigern sowie Betrug und informelle Beschäftigung zu bekämpfen.

Das Instituto de Previsión Social (IPS) und die Dirección Nacional de Ingresos Tributarios (DNIT) haben eine strategische Allianz geschlossen, um den Austausch von Finanz- und Steuerinformationen zu stärken. Ziel ist es, die Kontrollmechanismen zu verbessern und die Einnahmen für die Sozialversicherung zu erhöhen.

Der Präsident des IPS, Isaías Fretes, und der Direktor der DNIT, Óscar Orué, führten die technischen Teams an, die die Bedingungen für zwei Vereinbarungen festlegten: eine allgemeine Rahmenvereinbarung und eine spezifische Vereinbarung, die den direkten Zugriff auf detaillierte Daten über die Umsätze der Unternehmen, die Art der Arbeitsverhältnisse und Dienstleistungsverträge ermöglicht. Diese Integration erleichtert die Identifizierung von Unstimmigkeiten zwischen den Steuererklärungen und den tatsächlich geleisteten Beiträgen zur Sozialversicherung.

Bei einer Pressekonferenz sagte Fretes, dass das IPS weiterhin mit ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen habe und beschrieb die Institution als sich in „Intensivtherapie" befindlich. Er ist überzeugt, dass die neue Partnerschaft mit der DNIT ein „Lebensretter" für die Behörde sein wird, der eine deutliche Steigerung der Einnahmen ermöglicht und zur Transparenz und Effizienz der Verwaltung beiträgt. Nach seinen Angaben sollen die konkreten Ergebnisse der Zusammenarbeit in etwa einem Monat sichtbar werden.

Orué erklärte, dass die zuvor im Jahr 2024 unterzeichnete Vereinbarung aufgrund fehlender Fortschritte seitens der früheren IPS-Leitung nicht umgesetzt wurde. Mit der aktuellen Führung bestehe ein erneuertes Engagement, die Abkommen tatsächlich umzusetzen, um die Kontrollen zu verbessern und die Informalität sowie Unregelmäßigkeiten bei der Zahlung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zu verringern.

Darüber hinaus enthüllte der IPS-Präsident bei einer Pressekonferenz, dass interne Untersuchungen Unregelmäßigkeiten aufgedeckt haben, etwa Fälle von Leistungsempfängerinnen, die während der Schwangerschaft ihre Gehälter verdächtig verändert haben sollen, was auf Betrug im System hindeuten würde. Diese Fälle wurden Berichten zufolge bereits bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, und die Verfahren sollen laufen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Der Informationsaustausch zwischen IPS und DNIT wird automatisierte Datenabgleiche ermöglichen, die die Kontrolle stärken und eine verantwortungsvollere Verwaltung der Sozialversicherungsressourcen fördern. So soll die finanzielle Nachhaltigkeit der Gesundheits- und Rentenfonds kurzfristig gesichert werden.

Quellen (4)

Aktualisiert: 09.06.2026, 16:34