Das Justizministerium Paraguays hat Bargeld in den Gefängnissen von Emboscada und Minga Guazú abgeschafft und durch elektronische Geldbörsen ersetzt, die per Fingerabdruck aktiviert werden. Die Maßnahme zielt darauf ab, Bestechung, Nötigung und die Kontrolle durch die organisierte Kriminalität in den Haftanstalten zu unterbinden, mit Echtzeit-Überwachung und Einzahlungslimits.
Rubén Maciel
Viceministro de Política Criminal del Ministerio de Justicia de Paraguay.
Das Oberste Wahlgericht (TSJE) Paraguays hat bekräftigt, dass die parteiinternen Wahlen wie ursprünglich geplant am 7. Juni stattfinden. Trotz Überprüfungsanträgen ist das Gericht bereit, bis zu zwei Tage lang technische Erläuterungen zu den Wahlmaschinen zu geben, die bereits im Februar unter Beteiligung der Parteien und internationaler Beobachter geprüft wurden.
Das paraguayische Justizsystem wird kritisiert, weil es harte Strafen für Arme verhängt und gegenüber Mächtigen nachsichtig ist. Daten zeigen, dass 60 % der Gefangenen ohne Verurteilung inhaftiert sind, während Persönlichkeiten wie Dalia López und verurteilte Ex-Gouverneure Hausarrest verbüßen.