Ökonomen bewerteten, dass die vom MEF angekündigten Sparmaßnahmen nur eine marginale Auswirkung auf die öffentlichen Haushalte Paraguays haben werden und die strukturellen Probleme des Haushaltsdefizits nicht lösen.
Yacyretá
Yacyretá ist ein binationales Wasserkraftwerk Paraguays und Argentiniens. Es spielt eine wichtige Rolle bei Energie, Infrastruktur, Entschädigungen und den Beziehungen zwischen beiden Ländern.
Paraguay steht vor einer drohenden Energiekrise: In den ersten vier Monaten des Jahres stieg der Stromverbrauch um 21 Prozent, der Bauplan der ANDE weist eine Verzögerung von rund zwei Jahren auf, und die Investitionslücke beläuft sich derzeit auf 340 Millionen US-Dollar jährlich – bei einem Bedarf von 900 Millionen US-Dollar pro Jahrzehnt. Damit könnte der Energieüberschuss aus Itaipú und Yacyretá bereits bis 2029 erschöpft sein.
Paraguay hat die Dekrete, die elektrointensive Industrien förderten, aufgehoben und seine Nationale Energiestrategie bis 2050 verstärkt, um die Energiesicherheit angesichts des wachsenden industriellen Bedarfs zu gewährleisten.
Daten des Servicio Nacional de Catastro aus dem Jahr 2019 zeigen, dass die in Paraguay registrierten Grundstücke eine Fläche von 654.861 Quadratkilometern umfassen – rund 270.000 Quadratkilometer mehr als die offizielle Landesfläche von 406.752 Quadratkilometern. Damit wird die Debatte über überlappende Grundbucheinträge, historische Vermessungsfehler und sogenannte „tierras malhabidas" (unrechtlich erworbene Ländereien) erneut entfacht.
Die argentinischen Provinzen Corrientes und Chaco haben für einen gemeinsam genutzten Abschnitt des Río Paraná ein temporäres Verbot für alle Arten der Surubí-Fischerei verhängt, um die Art während einer Phase erhöhter Schwarmkonzentration zu schützen. Der Río Paraná bildet die Paraguay-Paraná-Wasserstraße, die für Handel und Ökologie von großer Bedeutung ist.
Industrieführer und Experten sehen in dem Megaprojekt für künstliche Intelligenz mit Taiwan eine Chance, neue Stromerzeugungsquellen voranzutreiben, warnen jedoch vor der dringenden Notwendigkeit, die ANDE zu stärken und die Energiekapazität des Landes auszubauen.
Die Abgeordnetenkammer Paraguays hat ein Auskunftsersuchen an das Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologien (MITIC) über die mutmaßliche Beteiligung der Regierung von Santiago Peña an einem Schmutzkampagnen-Netzwerk in sozialen Netzwerken gebilligt. Das Ersuchen soll klären, ob Juan Roberto „Jimmy“ Villaverde, zu dem der Präsident jegliche Verbindung bestritten hat, über offizielle Zugangsberechtigungen verfügte und ob Zahlungen mit öffentlichen Geldern erfolgten, auch über binationale Einrichtungen wie Itaipú und Yacyretá.
Die paraguayische Abgeordnetenkammer hat ein Informationsersuchen an das Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologien (Mitic) und das Präsidialamt gebilligt, um zu klären, ob eine Verleumdungskampagne gegen Journalisten und Medien staatlich finanziert wurde. Der vom Abgeordneten Raúl Benítez eingebrachte Antrag konzentriert sich auf die Rolle von Juan Roberto Villaverde Emategui und dessen Firma Comunik sowie auf Websites wie Sucia Política und Central Noticias.
Die Ankündigung von Präsident Santiago Peña, das größte KI-Zentrum der Welt in Paraguay zu errichten, stößt bei lokalen Experten auf Skepsis. Sie weisen auf fehlende technische Kapazitäten hin und warnen davor, dass das Land lediglich zum Lieferanten billiger Energie in einem globalen geopolitischen Wettstreit werden könnte.