Beamte der Abteilung für regionale Ermittlungen Central haben Facundo Mauricio Balbuena Villasboa, 19 Jahre alt, festgenommen, der als Täter des Femizids an María Celeste Segovia Colmán, 31 Jahre alt, gilt. Die Tat ereignete sich in Nueva Italia, Departamento Central. Die Leiche des Opfers wurde am Nachmittag des Dienstag, 19. Mai 2026, in einem Waldgebiet des Stadtteils Itá Yvate gefunden.
Laut Polizeibericht wies das Opfer eine klaffende Verletzung an der rechten Halsseite auf. Am Tatort sicherten Kriminaltechniker ein Messer mit rötlichen Flecken, das forensisch untersucht werden soll. Die Leiche war teilweise mit Ästen und Blättern bedeckt.
Der Verdächtige wurde gegen 23:30 Uhr desselben Tages gefasst. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl wegen Femizids vor, zudem stand er in einem anderen Verfahren wegen versuchten Totschlags, den er als Minderjähriger begangen hatte, unter Hausarrest. Der Inspektionsbeamte José Díaz von der 30. Polizeistation in Nueva Italia gab an, dass der junge Mann etwa 800 Meter vom Fundort der Leiche entfernt wohnte.
In der Nacht zum Mittwoch durchsuchten Polizisten und Vertreter der Staatsanwaltschaft das Haus des Festgenommenen. Dabei wurden mehrere Handys und Kleidungsstücke beschlagnahmt, darunter ein T-Shirt, das der Verdächtige nach Angaben der Ermittler am Tattag getragen haben soll und das offenbar bereits gewaschen worden war. Die Gegenstände werden untersucht.
Bei der Durchsuchung stellten die Beamten zudem ein Motorrad sicher, das in Alto Paraná als gestohlen gemeldet worden war, was eine neue Ermittlungslinie zu den Aktivitäten des Verdächtigen eröffnete.
Ermittlungskreisen zufolge unterhielt der Festgenommene eine gelegentliche Beziehung mit dem Opfer. Diese Spur erhielt Auftrieb, nachdem der junge Mann die Tat angeblich einem Freund gestanden hatte, dessen Mutter die Polizei alarmierte. Diese Information lenkte die Suche bis zu dem Gebiet, in dem die Leiche gefunden wurde.