Ex-Staatsanwältin von Villa Elisa der Korruption und Behinderung in einem Drogenhandelsfall beschuldigt

Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat eine formelle Anklage gegen die ehemalige Staatsanwältin Egidia Victoria Gómez Denis erhoben, die angeblich Bestechungsgelder angenommen und Ermittlungen verzögert hat, um einem mit 1,3 kg Kokain inhaftierten Drogenhändler zu helfen.

Ex-promotora de Villa Elisa é acusada de corrupção e obstrução em caso de narcotráfico
Ex-promotora de Villa Elisa é acusada de corrupção e obstrução em caso de narcotráfico

Es wurde Anklage erhoben und die Eröffnung eines mündlichen und öffentlichen Verfahrens gegen die Anwältin Egidia Victoria Gómez Denis, ehemalige Staatsanwältin der Strafrechtseinheit Nr. 3 der Zonenstaatsanwaltschaft von Villa Elisa, beantragt. Sie wird wegen schwerer passiver Bestechung und Behinderung der Strafverfolgung untersucht, jeweils als Täterin.

Nach den Ermittlungen soll Gómez Denis zwischen Mai und Dezember 2021 ein System eingerichtet haben, um Walter José Galindo Domínguez zu begünstigen, der im Verfahren Nr. 1062/2021 wegen Drogenhandels, Waffenbesitzes und Hehlerei angeklagt war, nachdem er mit 1 Kilogramm und 300 Gramm Kokain festgenommen worden war.

Die Anklage behauptet, die ehemalige Staatsanwältin habe das Prinzip der Objektivität gegen hohe Geldsummen aufgegeben und Manöver durchgeführt, um die strafrechtlichen Ermittlungen zu behindern. Die Verdachtsmomente verstärkten sich nach der Analyse gerichtlich genehmigter Telefonüberwachungen. Die Aufnahmen zeigen, dass die damalige Beamtin wichtige Beweise in ihrem Büro unter Kontrolle hatte und die Übersendung dieser Elemente an die offiziellen Depots aufgrund angeblicher Zahlungsverzögerungen durch die Verteidigung des Angeklagten verzögert haben soll.

Eines der zentralen Ereignisse ereignete sich am 1. Juli 2021, als die Staatsanwältin die Resolution Nr. 58 unterzeichnete, die die Herausgabe eines Ford Ranger Pickups mit dem Kennzeichen WBZT 585 anordnete, der während eines Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehls beschlagnahmt worden war. Die Staatsanwaltschaft behauptet, die Herausgabe sei ohne Gutachten oder Überprüfungen erfolgt, und zwar mittels einer Vollmacht mit angeblich gefälschten Unterschriften.

Abgefangene Telefongespräche zeigen, wie Galindo erklärt, die Staatsanwältin werde „das Verfahren aufhalten“, um zu verhindern, dass andere Institutionen Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit beschlagnahmten Vermögenswerten feststellen. Am 30. Juni 2021 betrifft eine Kommunikation einen Mittelsmann, der angeblich aus dem Büro der Beamtin den Angeklagten über Schritte zu seinen Gunsten informierte.

Die Spezialeinheit für Wirtschafts- und Korruptionsdelikte betrachtet die Ermittlungsphase als abgeschlossen und erklärt, es gebe ausreichende Hinweise auf die Beteiligung der Angeklagten. Der Antrag wurde dem Strafrichter Humberto Otazú vorgelegt, mit der Bitte um Zulassung der Anklage, Bestätigung der dokumentarischen und telefonischen Beweise und Überweisung des Falls an ein mündliches und öffentliches Verfahren.