Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen Direktor der paraguayischen Drogenbekämpfungsbehörde (Senad), Mauro Ruiz Díaz, und seine Ex-Ehefrau Andrea Karina Martí wegen des Verdachts der unrechtmäßigen Bereicherung und Geldwäsche angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, rund 2,8 Milliarden Guaraní ohne nachweisbare Herkunft bewegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Sperrung von Konten und Vermögenswerten. Ruiz Díaz steht zudem im Zusammenhang mit mutmaßlichen Informationslecks im Fall *A Ultranza PY* unter Untersuchung, ohne dass es bisher zu einer Verurteilung gekommen ist.
Villa Elisa
Pytagua-Berichterstattung zu Villa Elisa.
Die Mathematiklehrerin Sandra Isabel Cárdenas aus Caacupé gibt an, dass ihr wegen zweier gerichtlicher Vollstreckungen aus demselben Schuldschein, den sie nie unterschrieben habe, 34.112.616 Guaraní vom Gehalt abgezogen wurden. Sie erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und bringt den Fall mit der sogenannten „Pagaré-Mafia“ in Verbindung.
Der paraguayische Gouverneur Ricardo Estigarribia hat seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur für die Wahl 2028 für die Authentische Radikal-Liberale Partei (PLRA) offiziell gemacht. Er wirbt für die Einheit der Opposition, während Medienberichte seine Amtsführung infrage stellen. Ihm werden mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Ausschreibungen und ein wirtschaftlicher Aufstieg nach Übernahme öffentlicher Ämter vorgeworfen.
Die erste mehrdimensionale Armutskarte Paraguays, veröffentlicht vom INE, zeigt eine extreme Ungleichheit zwischen den Distrikten. Puerto Pinasco erreicht 82,2 % der Bevölkerung in dieser Lage, während Fernando de la Mora nur 0,9 % verzeichnet.
Bürgermeister paraguayischer Gemeinden treten zurück, um bei den Kommunalwahlen im Oktober erneut zu kandidieren – entsprechend der Anordnung des Obersten Wahlgerichtshofs (Tribunal Superior de Justicia Electoral, TSJE).
Das paraguayische Staatsunternehmen Petropar hat das Unternehmen LMB SA – den einzigen Bieter – mit einem Vertrag über bis zu 15 Milliarden Guaraní beauftragt, Corporate-Image-Dienstleistungen für 181 Objekte zu erbringen, darunter Preisschilder, Totemwerbung und LED-Anzeigen an Tankstellen, die unter der Marke Petropar betrieben werden, von denen mehrere mit politischen Funktionären verbunden sind.