Frente Guasu kritisiert Peñas Ausrichtung an Taiwan und fordert Öffnung gegenüber China

Die Frente Guasu veröffentlichte am Mittwoch ein Kommuniqué, in dem sie der Regierung von Santiago Peña vorwirft, die „nationale Zukunft zu verspielen“, indem sie diplomatische Beziehungen zu Taiwan und eine Ausrichtung an den USA aufrechterhält, während das übrige Südamerika bereits das chinesische Festland anerkennt. Das linke Bündnis fordert eine Überprüfung der Außenpolitik, um eine handelspolitische und diplomatische Isolation zu vermeiden.

Frente Guasu critica alinhamento de Peña com Taiwã e pede abertura para a China
Frente Guasu critica alinhamento de Peña com Taiwã e pede abertura para a China

Die Frente Guasu, ein linkes politisches Bündnis Paraguays, veröffentlichte am Mittwoch ein Kommuniqué, in dem sie die Außenpolitik von Präsident Santiago Peña scharf kritisiert. Unter dem Titel „Es ist an der Zeit, nicht gegen den Lauf der Geschichte zu handeln“ erklärt das Bündnis, die Regierung „verspiele die nationale Zukunft“, indem sie ihre diplomatische Ausrichtung an Taiwan und den USA beibehalte.

In dem Dokument stellt die Frente Guasu infrage, dass Paraguay das einzige Land Südamerikas ist, das noch diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält, anstatt die Volksrepublik China anzuerkennen. Das Bündnis bezeichnet die internationale Positionierung der Regierung als „lakaihaft“ gegenüber den USA und vertritt die Auffassung, dass diese Politik dem Land keine verhältnismäßigen Vorteile gebracht habe.

Das Kommuniqué verweist auch auf das geopolitische Weltgeschehen, erwähnt jüngste Annäherungen zwischen den USA und China und warnt, dass Paraguay Gefahr laufe, handelspolitisch und diplomatisch isoliert zu werden, wenn es seine außenpolitische Strategie nicht ändere. Nach Ansicht der Frente Guasu ist China derzeit einer der wichtigsten Weltmärkte für Rohstoffe und Industrieprodukte, und das Fehlen direkter diplomatischer Beziehungen benachteilige Paraguay gegenüber anderen Ländern der Region.

Schließlich fordert das Bündnis die Regierung Peña auf, ihre internationale Politik zu überprüfen und auf die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zum chinesischen Festland hinzuarbeiten, da der globale Kontext eine Neubestimmung der strategischen Allianzen des Landes erfordere.