Die taiwanesische Botschaft führte gemeinsam mit der taiwanesischen Gemeinschaft und Studenten der Polytechnischen Universität Taiwan-Paraguay eine Reinigungsaktion an der Costanera von Asunción durch, um das Umweltbewusstsein zu schärfen und die Forderung nach Taiwans Teilnahme an internationalen Foren zu bekräftigen.
Taiwan
Im geopolitischen Wettstreit zwischen China, Taiwan und den USA ist Paraguay zur Bühne intensiven diplomatischen und wirtschaftlichen Drucks geworden. Unternehmer, Abgeordnete und politische Kreise treiben einen möglichen Wechsel der Beziehungen zu Peking voran, während Taiwan versucht, das historische Bündnis zu bewahren.
Berater von US-Präsident Donald Trump haben gewarnt, dass das Risiko einer chinesischen Invasion Taiwans in den nächsten fünf Jahren nach dem Treffen mit Xi Jinping in Peking gestiegen sei. Trump erklärte, er suche keinen Krieg um die Insel, deutete aber an, dass Xi nach seiner Amtszeit handeln könnte.
Rund 230 Freiwillige, darunter Diplomaten, Studenten und taiwanesische Einwohner, säuberten am Sonntag die Costanera von Asunción. Die Umweltaktion fiel mit dem globalen Appell Taipehs um Teilnahme an der Weltgesundheitsversammlung zusammen, die von China blockiert wird.
Mit der Zulassung Taiwans für Importe von paraguayischem Hähnchenfleisch feiert die lokale Industrie die gesundheitspolizeiliche Anerkennung, warnt jedoch, dass die Wettbewerbsfähigkeit von der Abschaffung der Zölle abhängt. Die Vizepräsidentin von AVIPAR, Blanca Ceuppens, erklärt, dass das anfängliche Ziel darin bestehe, mindestens fünf Container monatlich auf die asiatische Insel zu exportieren.
Die Ankündigung von Präsident Santiago Peña, das größte KI-Zentrum der Welt in Paraguay zu errichten, stößt bei lokalen Experten auf Skepsis. Sie weisen auf fehlende technische Kapazitäten hin und warnen davor, dass das Land lediglich zum Lieferanten billiger Energie in einem globalen geopolitischen Wettstreit werden könnte.
Der Besuch von Präsident Santiago Peña in Taiwan hat diplomatische Spannungen mit China neu entfacht, das seine Kritik und seinen Druck verstärkt hat. Für die Analystin Julieta Heduvan hat das Land an strategischem Gewicht gewonnen, steht aber vor Risiken und Chancen.
Präsident Santiago Peña reiste mit 50 Unternehmern nach Taiwan, um Handels- und Politikbeziehungen zu stärken, während Donald Trump und Xi Jinping in Peking über die Zukunft der Insel diskutierten. Paraguay, das einzige südamerikanische Land mit vollen Beziehungen zu Taiwan, sieht seine Position inmitten der Spannungen zwischen den Großmächten an strategischem Gewicht gewinnen.