Gericht spricht Ex-Bürgermeister von Lambaré im Fall des Todes zweier Militärangehöriger in Stromschnelle frei

Die paraguayische Justiz hat den ehemaligen Bürgermeister von Lambaré, Guido González, im Verfahren um den Tod zweier Militärangehöriger, die 2023 in einer Stromschnelle mitgerissen wurden, endgültig freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren wegen fehlender Beweise für eine strafrechtliche Verantwortung eingestellt.

Gericht spricht Ex-Bürgermeister von Lambaré im Fall des Todes zweier Militärangehöriger in Stromschnelle frei

Der ehemalige Bürgermeister von Lambaré, Rosa Agustín „Guido“ González Dans, wurde von der paraguayischen Justiz im Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr endgültig freigesprochen. Das Strafverfahren stand im Zusammenhang mit dem Tod zweier Militärangehöriger, die im November 2023 in der Stadt von einer Stromschnelle mitgerissen wurden.

Die Entscheidung, getroffen von der Strafrichterin Ana María Esquivel Rojas am 4. August 2026, folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Verfahrenseinstellung. Die Staatsanwältinnen Sophia Anatolia Galeano Gavilán und Sandra Beatriz Ledesma Espinoza argumentierten, dass nach Abschluss aller Ermittlungen, einschließlich Gutachten und Rekonstruktionen, keine ausreichenden Beweise vorlägen, um González Dans strafrechtlich zu belangen.

Der Fall begann in den frühen Morgenstunden des 2. November 2023, als die Feldwebel Alexis Teobaldo Sosa und Domingo David Ríos in einem Unwetter überrascht wurden, während sie einen Geländewagen des Heereskommandos in Lambaré fuhren. Das Fahrzeug wurde von der Strömung in der Avenida Luis María Argaña mitgerissen und in den Arroyo Lambaré gespült, wo es keine Schutzmauern oder andere Sicherungsmaßnahmen gab. Die Leiche von Domingo Ríos wurde Tage später gefunden, doch die sterblichen Überreste von Alexis Sosa gelten bis heute als verschollen.

Ursprünglich wurde argumentiert, dass das Fehlen von Schutzmaßnahmen am Unfallort, für die die Stadtverwaltung verantwortlich war, zum tödlichen Ausgang beigetragen habe. Die forensischen Gutachten kamen jedoch zu dem Schluss, dass die Hauptursache des Unfalls menschliches Versagen war: Der Fahrer sei trotz Überschwemmung und Warnsignalen weitergefahren und habe sich einer Strömung ausgesetzt, die das Fahrzeug zum Treiben brachte und die Bodenhaftung verlieren ließ.

Mit dem Beschluss ist González Dans, der im Juni 2026 von seinem Amt als Bürgermeister zurückgetreten war, um bei den Kommunalwahlen im Oktober desselben Jahres erneut zu kandidieren, endgültig von dem Verfahren entlastet. Das Gericht stellte zudem klar, dass die Einstellung des Verfahrens seinen Ruf nicht beeinträchtigt, und beendete damit das Gerichtsverfahren gegen ihn.

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Quellen (5)

Aktualisiert: 06.08.2026, 01:00