Einen Eintrag bei Auskunfteien wie Equifax (ehemals Informconf) zu haben, ist kein Grund mehr zur Sorge wie früher. Das Gesetz 6534/2020, bekannt als "Informconf-Gesetz", hat die Behandlung finanzieller Daten der Bürger in Paraguay verändert.
Früher listete Informconf nur negative Informationen wie unbezahlte Schulden und Gerichtsverfahren auf, die bis zu 10 Jahre im System verblieben. Jetzt sind die Auskunfteien verpflichtet, auch die positive Zahlungshistorie von Krediten, Finanzierungen und sogar Dienstleistungen zu erfassen, was ein ausgeglicheneres Bild der finanziellen Situation der Menschen vermittelt.
Die aktuelle Gesetzgebung verbietet Unternehmen, diese Daten für arbeitsrechtliche Zwecke oder zur Verweigerung medizinischer Versorgung zu nutzen, und begrenzt zudem die Zeit, in der eine Person als säumig geführt wird, auf fünf Jahre. Kürzlich kündigte die ANDE (Paraguays staatlicher Stromversorger) an, dass sie Kunden mit überfälligen Rechnungen melden wird, was die Debatte über das Thema neu entfacht hat.
Laut Equifax haben bereits über 2 Millionen Paraguayer positive Einträge in ihrer Historie, was Finanzinstituten hilft, Kreditanträge besser zu bewerten. Bürger können ihren Bericht an über 10.000 Zahlungsstellen im ganzen Land oder online einsehen, wobei je nach Kanal zwischen 18.000 und 70.000 Guaranís zu zahlen sind.
Die Zentralbank von Paraguay bietet auch kostenlosen Zugang zu den Berichten der Zentrale für Kreditrisiken, die ausschließlich Informationen des Finanzsystems enthält. Für diejenigen, die in der Schuldnerdatei stehen, ist die Lösung, die Schulden bei den Gläubigern zu begleichen – die Auskunfteien aktualisieren die Daten innerhalb von 72 Stunden nach Bestätigung der Zahlung.
