Der Minister für Bildung und Wissenschaft (MEC), Luis Ramírez, räumte ein, dass es "sehr schwierig" sein werde, alle Lehrer zu identifizieren, die über gefälschte Abschlüsse verfügen. Dies folgt auf die Aufdeckung eines Systems von Unregelmäßigkeiten im Register für akademische Dokumente.
Ramírez erläuterte, dass die Untersuchung noch keine genaue Einschätzung des gesamten Ausmaßes des Problems zulasse. Er enthüllte, dass 550 Benutzercodes genutzt worden seien, um Dokumente ohne entsprechende Berechtigung in das System hochzuladen. Diese Codes, die der Staatsanwaltschaft übergeben wurden, könnten von mehreren Personen genutzt worden sein, was die Anzahl der eingeschleusten gefälschten Abschlüsse potenziell erhöht.
Der Minister sagte in einem Interview mit dem Radiosender 1080 AM, die technische Nachverfolgung habe etwa 130.000 irregularäre Aktionen innerhalb des Systems aufgedeckt. Dieses Volumen zeige die Komplexität des Falls. Die von der MEC eingereichte Anzeige fordert die Untersuchung von etwa 330 als verdächtig eingestuften Titeln.
Ramírez warnte zudem, dass das System möglicherweise nicht auf den Bildungsbereich beschränkt sei und auch andere Berufsgruppen betreffen könne. Die Untersuchung, die in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft durchgeführt wird, zielt darauf ab, die Verantwortlichkeiten für die unrechtmäßigen Zugriffe aufzuklären und das tatsächliche Ausmaß des Betrugs zu beziffern.
