Bau von Grenzbrücken zwischen Brasilien und Paraguay schreitet voran, doch Zufahrten und Zollämter verzögern sich bis 2027

Die Bauarbeiten an den grenzüberschreitenden Brücken Puente Bioceánico und Puente de la Integración schreiten voran, doch die notwendigen Zufahrtsstraßen und Zollstellen für ihren Vollbetrieb werden voraussichtlich erst 2027 fertiggestellt. Unterdessen sorgt der zunehmende Verkehr auf einer der Brücken bereits wegen mangelnder Stadtplanung für Kritik.

Bau von Grenzbrücken zwischen Brasilien und Paraguay schreitet voran, doch Zufahrten und Zollämter verzögern sich bis 2027

Die ergänzenden Arbeiten an der Bioceánico-Brücke, die Carmelo Peralta in Paraguay mit Porto Murtinho in Brasilien verbindet, sollen bis Ende September abgeschlossen sein, was die Freigabe des Verkehrs auf der Hauptstruktur ermöglicht. Der Ingenieur René Gómez, Bauleiter des Projekts, bestätigte, dass die Verbindung der Struktur bereits vollständig ist und die verbleibenden Arbeiten Asphaltierung, einen Radweg, Beleuchtung und Sicherheitssysteme umfassen.

Der vollständige Zugang zum Logistikkorridor hängt jedoch von der Fertigstellung der Zubringerstraßen ab. Auf paraguayischer Seite ist eine 3,8 km lange Zufahrt, die die Brücke mit der Ruta Bioceánica verbindet, zu 60 % fertiggestellt und soll im Februar 2027 abgeschlossen sein. Auf brasilianischer Seite folgt der Bau eines 13 km langen Abschnitts für den Anschluss an die BR-262 einem inoffiziellen Zeitplan, der auf November 2027 hindeutet.

Unterdessen stößt die vollständige Öffnung der Puente de la Integración an der Ostgrenze zwischen Presidente Franco und Foz do Iguaçu auf logistische und infrastrukturelle Hindernisse. Der Direktor für Steuereinnahmen, Oscar Orué, schätzt, dass die vollständige Eröffnung, die die überlastete Puente de la Amistad entlasten würde, erst in den ersten Monaten des Jahres 2027 erfolgen wird. Die Verzögerung ist darauf zurückzuführen, dass auf brasilianischer Seite die Zollkontrollzonen fertiggestellt werden müssen, nachdem die Regierung von Luiz Inácio Lula da Silva ihre Pläne geändert hat, um die Kontrollen auf ihrem Hoheitsgebiet zu zentralisieren.

Trotzdem beginnt am kommenden Montag, dem 3. August 2026, eine erweiterte Betriebsphase der Puente de la Integración. Das neue Schema umfasst den Transport kleinerer Fracht, internationale Stadtbusse für Passagiere und die Verlängerung der Uhrzeit für leere Lastwagen, die zwischen 20:30 Uhr und 5:00 Uhr verkehren dürfen.

Diese Ausweitung ist jedoch in Presidente Franco aufgrund fehlender Stadtplanung und offizieller Informationen Kritik ausgesetzt. Kommunalbeamte wie Stadtrat Lucio Vera bemängeln das Fehlen eines Dialogs über Änderungen der Fahrtrichtung auf Hauptverkehrsadern wie der Avenida Bernardino Caballero und das Fehlen einer Fußgängerbrücke in der Nähe von Schulen, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Die Absicht des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC), diese Allee als Einbahnstraße zu führen, wurde von der örtlichen Gemeinde bereits abgelehnt.

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Quellen (3)

Aktualisiert: 30.07.2026, 01:30