Die Kartisten-Senatorin Guadalupe Aveiro Solís, die ihr Mandat am 11. März 2026 als Nachfolgerin des verurteilten Ex-Senators Erico Galeano (ANR) antrat, erreichte innerhalb eines Monats die Versetzung ihres Bruders Arnaldo Aveiro Solís zur Itaipu Binacional. Laut offiziellen Daten des Wasserkraftwerks ist Arnaldo seit dem 16. April von der Abgeordnetenkammer abgeordnet und erhält ein Monatsgehalt von G. 21 Millionen, einschließlich eines Zuschlags von G. 6 Millionen für die Kategorie „Fachkraft ohne Hochschulabschluss“.
Arnaldo Aveiro besitzt keinen Hochschulabschluss, wie aus seiner letzten eidesstattlichen Erklärung hervorgeht, die nur einen abgeschlossenen Sekundarschulabschluss ausweist. Bis zum vergangenen Monat arbeitete er als Empfangskraft in der Abgeordnetenkammer, wo er Schülergruppen und Besucher in der Abteilung für Auswärtige Beziehungen empfing, mit einem Gehalt von G. 16,35 Millionen. Dieser Betrag war bereits im Oktober 2022 erhöht worden, als seine Schwester das Amt der Abgeordneten übernahm, von G. 13,5 Millionen auf G. 17 Millionen.
Die Ernennung Arnaldos für Itaipu erfolgte durch den Leiter der Binacional, Justo Zacarías Irún, der ebenfalls mit dem Kartismus verbunden ist. Inoffiziellen Quellen zufolge wurde er der Beschaffungsabteilung zugewiesen, hat aber noch nicht die obligatorische eidesstattliche Erklärung bei der Generalrechnungskammer eingereicht. Der Fall entfacht erneut Kritik an politischen Ernennungen ohne fachliche Qualifikation, insbesondere in hochbezahlten Positionen in Staatsunternehmen.