Der paraguayische Abgeordnete Arturo Urbieta hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der einen spezifischen rechtlichen Rahmen schaffen soll, um den Schutz der Patienten zu stärken und Risiken während der Versorgung in Krankenhäusern, Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen, sowohl öffentlichen als auch privaten, zu verringern.
Der Gesetzgeber argumentierte, dass der Zugang zur Gesundheit nicht auf die Existenz von Krankenhäusern oder Versorgungszentren beschränkt sein dürfe, sondern auch angemessene Bedingungen, sichere Versorgung und Mindestqualitätsstandards gewährleisten müsse. Der Entwurf vertritt die Auffassung, dass das verfassungsmäßige Recht auf Gesundheit verletzt werde, wenn Menschen innerhalb des Gesundheitssystems selbst vermeidbare Schäden erleiden, eine Situation, die laut der Initiative weiterhin schwerwiegende menschliche und wirtschaftliche Folgen habe.
Zu den genannten Problemen gehören Krankenhausinfektionen, Fehler bei der Medikamentenverabreichung, Verwechslungen bei der Patientenidentifikation und chirurgische Fehler, Vorfälle, die dem Vorschlag zufolge auf verschiedenen Ebenen des Gesundheitssystems noch immer vorkommen. Die Initiative stellt auch in Frage, dass die geltende Gesundheitsgesetzgebung angesichts der neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Kontrolle medizinischer Risiken und der Krankenhaussicherheit veraltet sei, und schlägt vor, die Überwachungs- und Präventionsmechanismen zu aktualisieren.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Absicht, die Ungleichheiten zwischen der medizinischen Versorgung in Asunción und im Landesinneren sowie die Qualitätsunterschiede zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen zu verringern. Der Entwurf stellt klar, dass er nicht Ärzte oder medizinisches Personal verfolgen wolle, sondern vielmehr Melde- und Bewertungssysteme fördern solle, die es erlauben, Fehler ohne automatische Bestrafungsmechanismen zu erkennen, mit dem Ziel, Mängel zu beheben und deren Wiederholung zu vermeiden.
Die Initiative schlägt vor, die sogenannte „Kultur des Verheimlichens“ innerhalb des Gesundheitssystems aufzugeben und hin zu Modellen zu gelangen, die auf Transparenz, Überwachung und kontinuierlicher Verbesserung der Dienstleistungen basieren. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören die obligatorische Akkreditierung von Gesundheitseinrichtungen, strengere Kontrollen der Infrastruktur und des Fachpersonals, die Stärkung der informierten Einwilligung und ein besserer Zugang der Patienten zu klaren Informationen über Behandlungen und Verfahren. Ebenfalls vorgesehen sind Mechanismen der epidemiologischen Überwachung und Pharmakovigilanz, um die Überwachung von Infektionen und unerwünschten Ereignissen im Zusammenhang mit Medikamenten und medizinischen Praktiken zu verstärken.
Der Entwurf wird nun in den Ausschüssen der Abgeordnetenkammer geprüft, inmitten der Debatte über die strukturellen Mängel des Gesundheitssystems und die wachsenden Forderungen der Bevölkerung nach sichereren und effizienteren medizinischen Dienstleistungen.