Im April 2026 stellte die Regierung Paraguays den Investor Pass vor, eine Initiative, die ausländisches Kapital anziehen soll, indem sie ein vereinfachtes Verfahren zur Erlangung einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis bietet. Das Programm verlangt eine Mindestinvestition von 150 000 US‑Dollar in Immobilien, Wertpapiere, Aktien an der Börse von Paraguay oder im Hotelgewerbe.
Jorge Kronawetter, Leiter der Nationalen Direktion für Migration, erklärte, dass der Investor Pass kein herkömmliches Visum sei, sondern einem US‑„Gold Pass“ ähnele. Der Investor muss Unterlagen vorlegen, Interpol‑Kontrollen durchlaufen und administrative Auflagen erfüllen.
Nach Antragstellung prüft das Ministerium für Industrie und Handel die Erfüllung der Formalitäten und stellt ein „Investor‑Zertifikat“ aus, das den Antrag auf dauerhafte Aufenthaltserlaubnis ohne die übliche Voraussetzung von zwei Jahren vorherigem Aufenthalt, die für andere Ausländer gilt, ermöglicht.
Das Programm aktualisiert das Gesetz von 2013, das eine Aufenthaltserlaubnis für Investitionen von 70 000 US‑Dollar und die Schaffung von mindestens fünf Arbeitsplätzen vorsah. Jetzt liegt der Schwerpunkt auf Immobilien-, Börsen- und Hotelinvestitionen und konkurriert mit Initiativen wie dem Gold Card, Express Entry und Viper.