Justiz genehmigt Untersuchung von Handys der Beschuldigten im Fall von 261 kg Marihuana-Schmuggel mit Jet in Paraguay

Die Justiz hat die Untersuchung von acht Mobiltelefonen genehmigt, die bei Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Schmuggel von 261,6 kg hochwertigem Marihuana beschlagnahmt wurden, das in einem Geschäftsjet in Paraguay transportiert wurde.

Die Justiz hat die forensische Untersuchung von acht Mobiltelefonen genehmigt, die bei Personen beschlagnahmt wurden, die in die Ermittlung zum Transport von 261,6 Kilogramm hochwertigem Marihuana in einer Geschäftsmaschine verwickelt sind. Die Entscheidung traf die auf organisierte Kriminalität spezialisierte Richterin Rosarito Montanía, die die Dringlichkeit der Datenextraktion betonte, um den Verlust relevanter digitaler Informationen für den Fall zu verhindern.

Der Antrag kam von der Anti-Drogen-Staatsanwältin Ingrid Cubilla, die die Analyse der im Hangar „Latitude“ sichergestellten Geräte forderte, der mit dem Beschuldigten David Thomas Wise in Verbindung steht, sowie von weiteren vier Mobiltelefonen, die bei einer Aktion im Hotel Aloft in Asunción beschlagnahmt wurden und Marisol Rivas und Troy Anthony Vasquez gehören, die beide in dem Fall angeklagt sind.

Die Ermittlungen deuten auf ein kriminelles Netzwerk hin, dem die US-Amerikaner David Wise, Troy Vasquez und Marisol Rivas angehören sollen. Dieses Netzwerk habe die Bombardier Challenger 601-3A mit dem Kennzeichen N116HL genutzt, um die hochwertige Droge von Miami über einen Zwischenstopp in Panama nach Paraguay zu transportieren. Der geschätzte Wert der Ladung beläuft sich auf etwa 3,6 Millionen US-Dollar, basierend auf einem Preis von bis zu 14.000 US-Dollar pro Kilogramm auf dem brasilianischen Markt.

Die Maschine, deren Wert zwischen 1,5 und 4 Millionen US-Dollar liegt, wurde abgefangen, während die Drogen ausgeladen und in einen Pickup verladen wurden. Neben den drei Beschuldigten ist ein Pilot flüchtig, der Copilot wurde zunächst festgenommen, später jedoch wieder freigelassen.

Richterin Montanía ordnete an, dass die forensische Untersuchung aktuelle und gelöschte Daten erfassen soll, darunter Nachrichten, Anrufe, Multimedia-Dateien sowie Bankinformationen in sozialen Netzwerken und Apps wie WhatsApp, Instagram, Facebook, Telegram und Threema. Der für die Untersuchung benannte Sachverständige ist Arturo David García Lezcano von der Nationalpolizei, der seine Tätigkeit bei einer Anhörung am 26. Juni aufnehmen soll.

Zum Schutz der Rechte Dritter, die durch die Datenextraktion betroffen sein könnten, wies die Richterin an, den spezialisierten Pflichtverteidiger zu benachrichtigen, der das Verfahren begleiten soll. Die Maßnahme ist Teil des Programms Colibrí und stärkt den Kampf gegen den internationalen Drogenhandel in Paraguay.

Quellen (1)

Aktualisiert: 17.06.2026, 06:18