Das Projekt für den Bau einer Kläranlage und eines Abwassersystems in Mariano Roque Alonso (MRA) liegt weiterhin auf Eis, obwohl eine Finanzierung in Höhe von über 160 Millionen US-Dollar von der Entwicklungsbank für Lateinamerika und die Karibik (CAF) genehmigt wurde.
Die Ministerin für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC), Claudia Centurión, erklärte, dass sich die Arbeiten verzögert hätten, weil die Gemeinde Mariano Roque Alonso das ursprüngliche Grundstück verkauft habe, was eine Änderung des Projekts erzwang.
Die Bürgermeisterin Carolina Aranda wies den Vorwurf öffentlich zurück. In ihren sozialen Netzwerken erklärte sie, dass kein Grundstück verkauft worden sei und dass die Gemeinde dem MOPC bereits im März formell den Zuschussbeschluss für den Kauf eines neuen Grundstücks für das Bauvorhaben übergeben habe. "Wir haben als Gemeinde unsere Pflicht erfüllt, das notwendige Grundstück bereitzustellen, damit dieses sehnlich erwartete Projekt verwirklicht werden kann", sagte Aranda und versuchte so, die Gemeindeverwaltung von der Verantwortung für die Verzögerung freizusprechen.
Sie erklärte gegenüber Radio Ñandutí, dass das ursprüngliche Grundstück nicht verfügbar gewesen sei, da es sich um Privatbesitz handele, was die Suche nach einem neuen Gelände erforderlich machte. "Grundstück A kommt nicht mehr in Frage, nicht weil es verkauft wurde, sondern weil es privat ist", so ihre Aussage.
Das Ausschreibungsverfahren, das in der Verantwortung des MOPC liegt, wird auf dem Portal der nationalen Vergabebehörde (DNCP) als ausgesetzt geführt. Das Projekt, von dem etwa 290.000 Einwohner von Mariano Roque Alonso, Luque und Asunción profitieren würden, sieht den Bau von mehr als 447 km Kanalnetz, 10 Pumpstationen und Verbesserungen am Trinkwassersystem vor.
Aktualisierung - 24.07.2026, 10:47
Ein zweiter Bericht von ABC Color schildert denselben Streit zwischen Paraguays Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) und der Stadtverwaltung von Mariano Roque Alonso. Ministerin Claudia Centurión erklärte, die Stadt habe das ursprünglich vorgesehene Grundstück verkauft und dadurch das Projekt verzögert. Bürgermeisterin Carolina Aranda bestritt einen Verkauf und sagte, der private Eigentümer der ursprünglichen Fläche habe deren Übertragung abgelehnt.
Aranda zufolge kaufte die Stadt ein anderes Grundstück in derselben Gegend und übergab dem Ministerium im März 2026 den entsprechenden Erwerbsbeschluss. Der zusätzliche Bericht bestätigt außerdem, dass die Finanzierung über 160 Millionen US-Dollar 2023 genehmigt wurde und die Bauarbeiten weiterhin nicht begonnen haben.
