Kandidat prangert Veruntreuung von Steuergeldern aus Konzerten in Asunción an

Der Kandidat Mauricio Maluff wirft der Stadtverwaltung von Asunción vor, im Jahr 2023 lediglich 2.500 Millionen Guaraníes an Steuern aus Konzerten eingenommen zu haben, obwohl seine Berechnungen auf einen fälligen Betrag von etwa 7.500 Millionen Guaraníes hindeuten.

Kandidat prangert Veruntreuung von Steuergeldern aus Konzerten in Asunción an
KI-generierte Illustration.

Der Aktivist und Kandidat für den Stadtrat von Asunción für die Allianz Unidos por Asunción, Mauricio Maluff, hat die angebliche Existenz einer "Mafia der internationalen Veranstaltungen" innerhalb der Stadtverwaltung angeprangert. Ihm zufolge würden die Steuern auf Eintrittskarten für große Konzerte in der Hauptstadt nicht vollständig an die öffentlichen Kassen weitergeleitet.

Die Anschuldigung wurde erhoben, nachdem Maluff eine Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage nach der Steuereinnahmen der letzten Jahre erhalten hatte. Er erklärte, die offiziellen Daten würden erhebliche Diskrepanzen offenbaren. "In jedem Büro der Stadtverwaltung von Asunción scheint es eine Mafia für Veranstaltungen zu geben. Wir haben erreicht, dass die Stadtverwaltung auf meine Anfrage antwortete, aber mit ihrer Antwort scheint noch mehr Geld zu fehlen, als ich dachte", erklärte Maluff in einem Video, das er in seinen sozialen Netzwerken veröffentlichte.

Der Aktivist legte Berechnungen vor, in denen er die von der Stadtverwaltung gemeldeten Einnahmen mit seinen eigenen Schätzungen verglich. Er erwähnte, dass selbst unter Berücksichtigung niedrigerer Ticketpreise und dem ermäßigten Steuersatz von 7,5 % für Veranstaltungen mit nationalen Künstlern die Einnahmen im Jahr 2023 etwa 7,5 Milliarden Guaraníes hätten betragen müssen. Die Stadtverwaltung gab jedoch an, nur 2,5 Milliarden Guaraníes eingenommen zu haben, was auf eine Differenz von etwa 5 Milliarden Guaraníes hindeutet, die nicht verbucht wurden.

Maluff betonte, dass dieser Betrag, obwohl geringer als die 500 Milliarden Guaraníes, die mit Unterschlagungen unter der Amtszeit des Ex-Bürgermeisters Óscar "Nenecho" Rodríguez in Verbindung gebracht werden, reale Auswirkungen auf die Stadt habe. "Es reicht aus, um die Gehälter von 1.600 Menschen zu zahlen oder eine Straße im Stadtteil Sajonia zu pflastern, für die die Stadtverwaltung angeblich kein Geld hat", fragte er. Er schloss damit, die Bevölkerung zu fragen, was sie mit dieser Summe für ihre Stadt tun würden.

Das Fehlen transparenter öffentlicher Daten nährt nach Ansicht des Kandidaten den Verdacht auf die mögliche Existenz paralleler Steuereintreibungssysteme in der Stadtverwaltung.

Quellen (1)

Aktualisiert: 19.07.2026, 01:30