Die Börse von Asunción (Bvpasa) befindet sich in der Endphase der Verhandlungen mit der Zentralbank Paraguays (BCP), um den Handel mit Devisenterminkontrakten (Forwards) an der Börse zu ermöglichen. Die Initiative, die vom Präsidenten der Bvpasa, Pablo Cheng, angekündigt wurde, zielt darauf ab, Import- und Exportunternehmen ein Währungsabsicherungsinstrument zu bieten, das die Auswirkungen der Dollar-Volatilität verringert.
„Diese Instrumente werden derzeit hauptsächlich über das Bankensystem abgewickelt, aber wir möchten, dass sie auch an der Börse gehandelt werden können“, erklärte Cheng. Er betonte, dass die Dollarkursänderung direkte Auswirkungen auf die Wirtschaft habe und die Sektoren sich mit geeigneten Finanzsystemen schützen müssten. „Der Forward wird diese ‚Kopfschmerzen‘ vermeiden, die der Wechselkursunterschied verursacht“, fügte er hinzu.
Neben den Forwards betonte Cheng, dass Instrumente in Guaraní auf dem lokalen Markt an Attraktivität gewinnen, mit interessanten Zinssätzen sowohl für Anleger als auch für Emittenten. Obwohl Geschäfte in der paraguayischen Währung überwiegen, handelt die Börse auch in Fremdwährung.
Ein weiteres angesprochenes Thema war das Investor-Pass-Programm, das es Ausländern ermöglicht, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Paraguay zu erhalten, indem sie direkt 200.000 US-Dollar in Immobilien oder an der Börse investieren, ohne dass eine Schaffung von Arbeitsplätzen erforderlich ist. Für den Tourismussektor beträgt der Mindestbetrag 150.000 US-Dollar. „Der Investor Pass wird dem Kapitalmarkt Liquidität verleihen und die Schaffung weiterer Produkte ermöglichen“, sagte Cheng. Er informierte, dass einige Maklerfirmen bereits Anfragen von interessierten Investoren erhalten.
Cheng verglich Paraguay mit Uruguay als Reiseziele, die bei Menschen, die eine steuerliche Ansässigkeit und steuerliche Möglichkeiten suchen, Interesse wecken. „Der Investor Pass wird eine Gelegenheit sein, die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung direkt zu erwerben“, schloss er.