Paraguay macht Fortschritte bei der Digitalisierung: 85,4 % der Bevölkerung ab 10 Jahren haben im letzten Jahr das Internet genutzt, so Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE), die am Welttelekommunikations- und Informationsgesellschaftstag veröffentlicht wurden. Die Rate stellt einen Anstieg gegenüber den 81,6 % im Jahr 2024 dar und spiegelt die Beschleunigung der Konnektivität im Land wider, die vor allem durch die Nutzung von Mobiltelefonen und den Ausbau mobiler Dienste vorangetrieben wird.
Die Erhebung zeigt, dass Frauen einen leicht höheren Zugang haben als Männer: 86,8 % gegenüber 83,9 %. Bei den 20- bis 24-Jährigen liegt der Anteil bei 97,4 %, gefolgt von der Gruppe der 25- bis 29-Jährigen mit 97,1 %. Die Konnektivität variiert jedoch je nach Region: In städtischen Gebieten haben 88,2 % der Bevölkerung Internetzugang, während die Rate in ländlichen Gebieten auf 77,8 % sinkt. Asunción führt mit 90,9 %, gefolgt von den Departements Central und Alto Paraná.
Der digitale Fortschritt verändert bereits Konsumgewohnheiten, Arbeit und Kommunikation. Geschäftliche Transaktionen, Zahlungen, öffentliche und finanzielle Dienstleistungen werden zunehmend über mobile Geräte abgewickelt, was eine digitalisierte Wirtschaft festigt. Auch in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Logistik und Unterhaltung verzeichnet die Nutzung von Online-Plattformen ein beschleunigtes Wachstum.
Trotz der Fortschritte steht das Land vor Herausforderungen: der digitalen Kluft zwischen städtischen und ländlichen Gebieten, der Servicequalität in bestimmten Regionen und dem Bedarf an mehr technologischer Infrastruktur. Darüber hinaus müssen digitale Kompetenzen gestärkt und ein gleichberechtigter Zugang zu neuen Technologien gewährleistet werden. Der von der Internationalen Fernmeldeunion ausgerichtete Welttelekommunikationstag zielt genau darauf ab, diese Ungleichheiten zu verringern und den universellen Zugang zu fördern.