Das Bildungs- und Wissenschaftsministerium (MEC) Paraguays hat eine Reihe von Empfehlungen für öffentliche, private und private subventionierte Bildungseinrichtungen herausgegeben und die Pflicht zum vollständigen Tragen der Schuluniform an Tagen mit starker Kälte ausgesetzt. Die am 17. Mai 2026 veröffentlichte Maßnahme zielt darauf ab, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen angesichts der Zunahme von für die Jahreszeit typischen Atemwegsinfektionen zu schützen.
Laut MEC können die Schüler mit kältegeeigneter Kleidung wie Mänteln, Mützen, Schals und Handschuhen zum Unterricht erscheinen, unabhängig davon, ob diese der Standarduniform der jeweiligen Schule entspricht. Priorität hat die Vermeidung von Kälteeinwirkung und die Verringerung des Risikos von Atemwegserkrankungen.
Zu den Bestimmungen gehört der Verzicht auf das Aufstellen von Schlangen in Innenhöfen oder offenen Bereichen während des Schuleingangs. Die Nationalhymne kann in den Klassenzimmern gesungen werden, und Aktivitäten im Freien sind auszusetzen und durch pädagogische Angebote in geschlossenen Räumen zu ersetzen.
Das MEC empfiehlt außerdem flexible Ankunfts- und Betreuungszeiten, insbesondere an Tagen mit starkem Regen oder extremen Temperaturen. Schulleiter und Lehrer sollen in ständigem Kontakt mit den Familien bleiben, um Fälle von Atemwegserkrankungen oder Schwierigkeiten beim Schulweg zu verfolgen.
Schüler mit Symptomen wie Fieber, Husten oder allgemeinem Unwohlsein sollen zu Hause bleiben und ärztliche Versorgung erhalten. Die Schulen sollen das Lernen durch Aufgaben und akademische Aktivitäten unterstützen, um schulische Verzögerungen zu vermeiden.
Die Gesundheitsempfehlungen umfassen häufiges Händewaschen, die Verwendung von Handdesinfektionsgel, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und den Verzehr von Zitrusfrüchten. Es wird auch empfohlen, beim Husten oder Niesen den Mund mit dem Unterarm zu bedecken und Einwegtaschentücher zu verwenden, um die Verbreitung von Atemwegsviren zu reduzieren.
Das MEC betonte, dass diese Maßnahmen jedes Jahr während der Kälteperiode präventiv angewendet werden, als Reaktion auf den historischen Anstieg akuter Atemwegsinfektionen im Land.