Mercosur-Gipfel beginnt in Luque mit Fokus auf EU-Abkommen und Itaipú

Der Mercosur-Gipfel hat in Luque begonnen, wobei der Fokus auf dem Handelsabkommen mit der Europäischen Union und den Verhandlungen über den Energiepreis von Itaipú liegt.

Mercosur-Gipfel beginnt in Luque mit Fokus auf EU-Abkommen und Itaipú
KI-generierte Illustration.

Der 68. Mercosur-Gipfel beginnt diesen Montag im Conmebol-Konventionszentrum in Luque mit der bestätigten Teilnahme von sieben Staatschefs und Vertretern aus Ländern wie Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Usbekistan. Die Veranstaltung markiert den Übergang der pro-tempore-Präsidentschaft von Paraguay an Uruguay nach mehr als 360 Treffen während der paraguayischen Amtsführung.

Zu den zentralen Themen der Agenda zählen das Handelsabkommen mit der Europäischen Union, das derzeit vorläufig in Kraft ist, und die Ankündigung des Beginns formeller Verhandlungen mit Japan. Außenminister Rubén Ramírez Lezcano erklärte, das EU-Mercosur-Abkommen komme 700 Millionen Menschen zugute und warte auf die endgültige Genehmigung durch das Europäische Parlament, das den Vertrag dem Gerichtshof der Europäischen Union zur Prüfung der rechtlichen Vereinbarkeit vorgelegt hat.

Präsident Santiago Peña bestätigte, dass die technischen Gespräche zur Überarbeitung von Anhang C des Itaipú-Vertrags harmonisch voranschreiten und während des Gipfels behandelt werden. Der zentrale Punkt der Verhandlungen zwischen Paraguay und Brasilien ist die Festlegung des Stromtarifs, wobei es Unstimmigkeiten über Werte und Fristen gibt. Peña betonte, dass das Kraftwerk eine geschätzte Lebensdauer von 100 Jahren habe und der Fokus auf der Gestaltung der künftigen Energieversorgung der Region liege.

Neben den Mercosur-Staatschefs (Paraguay, Brasilien, Argentinien und Uruguay) nehmen die Präsidenten von Bolivien, Chile und Ecuador teil. Die vorbereitenden Treffen umfassen Außenminister und Wirtschaftsminister mit Debatten über Handelserleichterungen, physische Integration und Bürokratieabbau an den Grenzen.

Quellen (3)

Aktualisiert: 29.06.2026, 08:34