Neffe von Barón Escurra bei Anti-Drogen-Operation in Amambay festgenommen

Der Neffe von Barón Escurra, Édgar Rafael Escurra, wurde in Amambay zusammen mit drei weiteren Verdächtigen festgenommen. Die Operation der paraguayischen Drogenfahndung SENAD (Secretaría Nacional Antidrogas) führte zur Beschlagnahmung von Drogen, Waffen und Fahrzeugen und zerschlug eine mutmaßliche kriminelle Struktur, die er nach der Flucht seines Onkels anführte.

Neffe von Barón Escurra bei Anti-Drogen-Operation in Amambay festgenommen
KI-generierte Illustration.

Édgar Rafael Escurra, der Neffe des mutmaßlichen Drogenhändlers bekannt als Barón Escurra, wurde während einer gemeinsamen Operation der Nationalen Antidrogenbehörde Paraguays (SENAD) und der Staatsanwaltschaft festgenommen. Die Aktion fand in Pedro Juan Caballero im Departement Amambay statt und zielte darauf ab, eine Struktur zu zerschlagen, die dem Drogenhandel diente.

Escurra, 28 Jahre alt, wird als Nachfolger seines Onkels, Felipe "Barón" Escurra Rodríguez, bezeichnet, der als einer der größten Drogenhändler der Region gilt und derzeit flüchtig ist. Er wurde auf einem luxuriösen Anwesen in Capitán Bado aufgespürt, wo ein Toyota Hilux Pick-up, eine 12-Kaliber-Schrotflinte, eine Pistole und hunderte Schuss Munition beschlagnahmt wurden.

Neben Édgar wurden bei der Operation drei weitere Personen festgenommen: der 19-jährige Carlos Eduardo Cano, Lucio Ariel Amarilla und der 26-jährige Fermín Núñez Núñez. Sie stehen im Verdacht, derselben kriminellen Organisation anzugehören. In anderen Zielobjekten der Operation wurden 16 Päckchen marokkanisches Marihuana sowie Fahrzeuge und brasilianische Kennzeichen gefunden, die mutmaßlich genutzt wurden, um die illegalen Aktivitäten der Gruppe zu erleichtern.

Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass Édgar Escurra die Führung der Struktur übernommen hat, nachdem sein Onkel untertauchen musste. Dieser ist weiterhin flüchtig und wird sowohl von paraguayischen als auch brasilianischen Behörden gesucht. Barón Escurra ist als "König des Marihuanas" bekannt und operiert hauptsächlich in der Grenzregion von Capitán Bado, von wo aus er große Mengen Cannabis auf den brasilianischen Markt schmuggelt.

Alle Festgenommenen wurden der Staatsanwaltschaft für die notwendigen gerichtlichen Verfahren überstellt. Die Operation markiert ein weiteres Kapitel im Kampf gegen den Drogenhandel in der Region Amambay, wo die SENAD in den letzten Monaten ihre Aktionen intensiviert hat.

Quellen (3)

Aktualisiert: 03.07.2026, 07:34