Die Polizei und die Staatsanwaltschaft führten am Samstag, dem 5. Mai, fünf gleichzeitige Durchsuchungen in Immobilien im Stadtteil San Miguel in Guarambaré im Departamento Central durch. Ziel war eine mutmaßliche Struktur des Kleinsthandels mit Drogen und der Geldwäsche.
Während der Aktion wurden mindestens zwölf Personen festgenommen oder identifiziert. Zwei davon galten Berichten zufolge als Hauptverdächtige, während bei den übrigen geprüft wird, ob sie zu einer mutmaßlichen Struktur gehörten. Weitere Verdächtige konnten fliehen; Polizeikräfte hielten in der Umgebung Kontrollen aufrecht, um sie ausfindig zu machen.
In zwei der durchsuchten Wohnungen fanden die Beamten hochreines Kokain, Marihuana, Schusswaffen, Waffen mit Klingen und Bargeld, vorwiegend in kleinen Scheinen. Insgesamt wurden mehr als 7.000 Kokaindosen sichergestellt, darunter bereits portionierte Mengen sowie noch nicht abgepacktes Material.
Hauptkommissar Luis López, ein Polizeibeamter, erklärte, die Einsatzkräfte hätten außerdem Immobilien, Fahrzeuge und andere Vermögenswerte beschlagnahmt, die mit den finanziellen Aktivitäten der Gruppe in Verbindung gebracht werden. Die Ermittlungen sollen klären, ob Gelder aus dem Drogenhandel in bewegliches und unbewegliches Vermögen investiert wurden – ein möglicher Fall von Geldwäsche.
Die Sicherheitskräfte vermuten, dass die Struktur Guarambaré sowie benachbarte Städte wie J. Augusto Saldívar und Itá mit Kleinstmengen belieferte. Zudem wird geprüft, ob ein Teil der Drogen während der in diesem Zeitraum stattfindenden Patronatsfeste verteilt wurde, die viele Besucher anziehen.
An der Operation beteiligten sich die Drogenbekämpfungseinheit der Polizei und die Spezialeinsatzkräfte (FOPE). Kommissar Luis Rojas, ein Polizeibeamter und Leiter der Abteilung gegen organisierte Kriminalität, erklärte, das Ziel sei gewesen, Personen zu lokalisieren, die mit dem Kleinsthandel in Verbindung stehen, sowie die finanziellen und operativen Verflechtungen der Gruppe aufzudecken. Die Staatsanwaltschaft war den Berichten zufolge ebenfalls beteiligt; eine Koordination der Operation durch sie wurde jedoch nicht unabhängig bestätigt.
Die Behörden gaben die Identität der Festgenommenen bisher nicht bekannt und teilten auch nicht mit, welche konkreten Vorwürfe erhoben werden. Die Ermittlungen sollen die individuelle Verantwortung der Beteiligten sowie das Ausmaß des mutmaßlichen Drogenvertriebsnetzes im Departamento Central klären.
