Ein 35-jähriger brasilianischer Staatsbürger, identifiziert als Mattheus Leme Hirt, erstattete bei der Polizei von Ciudad del Este Anzeige, Opfer eines gewaltsamen Hinterhalts geworden zu sein, nachdem er über die App Grindr ein Treffen vereinbart hatte. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag im Stadtteil San Rafael und hat die Warnungen vor den Risiken von Treffen mit Fremden über digitale Plattformen in der Grenzregion erneuert.
Laut dem bei der Subcomisaría 1ª registrierten Bericht hatte Hirt vor der Vereinbarung des Treffens Einkäufe im Shopping New Zone getätigt. Er stieg auf das Motorrad des angeblichen Kontakts, der ihn zu einem abgelegenen Ort brachte. Am Treffpunkt immobilisierten ihn mindestens sieben bewaffnete und maskierte Männer, raubten sein iPhone 17 Pro Max und hielten ihn mehrere Stunden als Geisel, wobei sie ihn zwangen, Banküberweisungen via Pix in Höhe von etwa 45.000 Reais (rund 60 Millionen Guaraní) zu tätigen.
Eine der größten Herausforderungen für die Ermittlungen ist, dass das Opfer den Ort, an dem es festgehalten wurde, nicht genau identifizieren konnte. Polizeibeamte führten Patrouillen in verschiedenen Bereichen des Stadtteils durch, erzielten jedoch keine positiven Ergebnisse.
Der Fall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Anzeigen in Grenzstädten ein, in denen kriminelle Organisationen angeblich Dating-Apps nutzen, um Opfer anzulocken, insbesondere Ausländer, die Ciudad del Este zu Tourismus- oder Einkaufszwecken besuchen. Die Behörden warnen vor einer Zunahme von Raubüberfällen, Erpressungen und Hinterhalten im Zusammenhang mit Treffen, die über soziale Netzwerke und digitale Plattformen vereinbart werden.