Paraguay erhält fünften Super Tucano zur Bekämpfung illegaler Flüge und Drogenhandels

Paraguay hat das fünfte Kampfflugzeug vom Typ A-29 Super Tucano erhalten, während die sechste und letzte Maschine im September ausgeliefert werden soll. Die Regierung investiert dafür 100 bis 150 Millionen US-Dollar, um illegale Flüge zu bekämpfen und die Lufthoheit zu stärken.

Paraguay erhält fünften Super Tucano zur Bekämpfung illegaler Flüge und Drogenhandels
Paraguay erhält fünften Super Tucano zur Bekämpfung illegaler Flüge und DrogenhandelsPhoto: Pytagua editor upload (editor-provided)

Die paraguayische Regierung hat am Freitag offiziell die fünfte A-29-Super-Tucano-Kampfmaschine in Empfang genommen. Die Übergabe fand bei einer Zeremonie auf dem Gelände der Ersten Luftbrigade in Luque statt, an der Präsident Santiago Peña und Verteidigungsminister Óscar González teilnahmen. Die Auslieferung der sechsten und letzten Maschine des Loses ist für Ende September geplant und vervollständigt eine Flotte von sechs Flugzeugen, die beim brasilianischen Hersteller Embraer bestellt wurden.

Der 2024 unterzeichnete Kaufvertrag umfasst ein Gesamtinvestitionsvolumen von 100 bis 150 Millionen US-Dollar, das logistische Unterstützung, Simulatoren und Ausbildung einschließt. Minister González bezeichnete das Paket als größten Investitionsschub für die paraguayischen Streitkräfte seit vier Jahrzehnten. Ein damit verbundenes Radar- und Führungssystem soll Mitte 2027 ausgeliefert werden.

In Gesprächen mit der Presse erklärte der Minister, dass die bereits im Einsatz befindlichen vier Maschinen die Zahl der illegalen Flüge, die häufig mit Drogenhandel in Verbindung gebracht werden, „erheblich“ reduziert hätten. Dies sei durch Luftüberwachung und die Zusammenarbeit mit der Nationalen Antidrogenbehörde (Senad) gelungen. Allerdings räumte er ein, dass es weiterhin Grenzen gebe: So sei es in einem Fall einer irregulären Maschine gelungen, einer Abfangaktion zu entkommen, da die Kampfjets nicht befugt seien, Warnschüsse abzugeben – es sei denn, es bestehe eine unmittelbare Gefahr. Für eine vollständige Kontrolle des Luftraums wären sechs bis acht Langstreckenradare erforderlich, über die das Land derzeit nicht verfügt.

Präsident Peña verteidigte die Anschaffung während der Zeremonie als historischen Meilenstein und als Zeichen eines Mentalitätswandels. „Wir sind Zeugen eines Moments, einer Ära, die Paraguay gerade erlebt“, erklärte er und verband die innere Sicherheit mit dem nationalen Fortschritt. Der Kommandeur der Luftwaffe, General Julio Fullaondo, betonte, dass die Flugzeuge die Fähigkeit zur Erkennung, Identifizierung und Abwehr illegaler Flugbewegungen verbessern und die Präsenz in strategischen Grenzregionen verstärken würden.

Die Regierung stellt die Beschaffung der Kampfjets als zentralen Baustein im Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität dar. Mit der sechsten Maschine wird die paraguayische Luftwaffe nach fast 40 Jahren erstmals wieder über eine vollständige Staffel Super Tucanos verfügen.

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Quellen (10)

Aktualisiert: 22.08.2026, 01:00