Das Ministerium für öffentliche Gesundheit Paraguays hat die Gesundheitsüberwachung an allen Einreisegebieten des Landes verstärkt, nachdem die Weltgesundheitsorganisation aufgrund des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und der registrierten importierten Fälle in Uganda einen internationalen Gesundheitsnotfall ausgerufen hat.
Die Maßnahme, koordiniert durch die Generaldirektion für Gesundheitsüberwachung, hat präventiven Charakter. Die Gesundheitsbehörden betonten, dass bislang keine bestätigten Ebola-Fälle in Paraguay vorliegen. Die Kontrollen erfolgen gemäß den Vorgaben der Internationalen Gesundheitsvorschriften und der geltenden nationalen Protokolle, um eine frühzeitige Erkennung und institutionelle Reaktion auf mögliche Risiken sicherzustellen.
Der aktuelle Ausbruch entspricht der Bundibugyo-Art des Virus aus der Familie der Filoviridae. Die Erkrankung äußert sich durch Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, extreme Schwäche, Durchfall, Erbrechen und Blutungen. Das Ausbreitungsrisiko erhöht sich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten symptomatischer Patienten, ungeschützten medizinischen Einrichtungen oder Wildtieren. Die Demokratische Republik Kongo verzeichnete seit Beginn des aktuellen Ausbruchs 246 Verdachtstote und 1.077 Verdachtsfälle, während Uganda neun Infizierte bestätigt hat, darunter einen Todesfall durch einen importierten Fall.
Im Rahmen des Protokolls müssen alle Reisenden, die aus als Risikogebiet eingestuften Zonen nach Paraguay einreisen, das Ankunftsdatum und die Reisedaten vorab der Grenzkontrollbehörde unter der E-Mail-Adresse cspe.dgvs@gmail.com melden. Darüber hinaus müssen diese Personen in den 21 Tagen nach dem Verlassen des betroffenen Gebiets eine strenge Selbstüberwachung ihres Gesundheitszustands durchführen und verdächtige Symptome unverzüglich über die Kanäle des Gesundheitsministeriums melden, um die Isolationsmechanismen einzuleiten.
Die Behörden betonten, dass die Mitarbeit der Reisenden von entscheidender Bedeutung ist, um die Einschleppung des Virus zu verhindern und die paraguayische Bevölkerung angesichts internationaler Gesundheitsereignisse zu schützen.