Paraguayische Hotelbranche unterstützt Fusion von Tourismus mit Industrie und Handel

Die paraguayische Hotelbranche befürwortet die Zusammenlegung der Senatur mit dem Industrieministerium, während Reisebüros die geplante Schaffung eines neuen integrierten Ministeriums mit Zurückhaltung betrachten.

Paraguayische Hotelbranche unterstützt Fusion von Tourismus mit Industrie und Handel

Die paraguayische Hotelbranche verzeichnet ein Wachstum, wobei internationale Ketten wie NH Hotels und Meliá dazu beigetragen haben, die Beherbergungskapazität des Landes in den letzten zehn Jahren zu verdreifachen. Der Hotel- und Gaststättenverband Paraguays (AIHPy), der rund 400 Betriebe vertritt, schafft etwa 25.000 direkte und 90.000 indirekte Arbeitsplätze und festigt damit den Tourismus als strategischen Wirtschaftszweig.

Juan Daneri, Präsident der AIHPy, unterstützt den Vorschlag der Regierung, die Nationale Tourismusbehörde (Senatur) mit dem Ministerium für Industrie und Handel (MIC) zu einem neuen Ministerium für Industrie, Handel und Tourismus zusammenzulegen. Daneri betonte, dass der Tourismus eine Querschnittsbranche sei, die Gastronomie, Verkehr, Veranstaltungen und Bauwirtschaft belebe. Die Integration mit Industrie- und Handelspolitik könne Investitionen und regionale Entwicklung fördern.

Laut Daten der UN-Tourismusorganisation stiegen die internationalen Touristenankünfte in Paraguay im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46 Prozent. Die Hotelauslastung liegt derzeit bei etwa 61 Prozent, in Asunción bei 64 Prozent. Daneri forderte Verbesserungen bei der Luftverkehrsanbindung, der Infrastruktur und der Rechtssicherheit, um mehr Investitionen anzuziehen und den Tourismus im Landesinneren auszubauen.

Der Verband paraguayischer Reisebüros und Tourismusunternehmen (Asatur) äußerte sich zurückhaltend zu der Fusion. Dessen Präsidentin, Rosanna Fustagno, erklärte, der Verband verfüge noch nicht über detaillierte Informationen zum Projekt und setze sich für den Erhalt der in den letzten Jahren erzielten Fortschritte ein, seit die Senatur nicht mehr dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation unterstellt ist.

Industrieminister Marco Riquelme treibt die Initiative voran, die bereits mit den Tourismusverbänden diskutiert wurde. Der aktuelle Vorschlag sieht keine Einbindung des Vizeministeriums für Bergbau und Energie vor, das zunächst in Betracht gezogen worden war, und konzentriert sich auf die Zusammenlegung von Industrie, Handel und Tourismus.

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Quellen (2)

Aktualisiert: 21.08.2026, 01:00