Paraguays Rindermarkt hält Preise stabil trotz regionalem Druck

Der paraguayische Markt für Schlachtvieh hält die Preise stabil, trotz des Abwärtsdrucks aus Brasilien. Gestützt wird dies durch ein begrenztes Angebot und eine robuste internationale Nachfrage, wobei die Fleischexporte Rekordwerte erzielen.

Paraguays Rindermarkt hält Preise stabil trotz regionalem Druck
KI-generierte Illustration.

Der paraguayische Markt für Schlachtvieh startet das zweite Halbjahr mit stabilen Preisen und bleibt fest, trotz Spekulationen über mögliche Rückgänge. Die Referenzwerte verharren bei 5 US-Dollar pro Kilo Schlachtkörper für Bullen und Färsen sowie bei 4,80 US-Dollar für Kühe – ein Niveau, das sich seit mehreren Wochen hält.

Die Stabilität wird durch ein nach wie vor begrenztes Angebot an schlachtreifen Tieren angetrieben, das die Erwartungen der Schlachtindustrie nicht vollständig erfüllt. Obwohl die Export-Schlachthöfe ihre Schlachtpläne leicht auf 10 bis 15 Tage ausgeweitet haben, ist die Verfügbarkeit von schlachtreifen Tieren nicht signifikant gestiegen, selbst mit dem Eintritt des Winters, der traditionell einen stärkeren Abgang aus der Herde begünstigt.

Spekulationen über Preiskorrekturen werden durch das regionale Umfeld genährt. In Brasilien, dem Hauptreferenzmarkt des südamerikanischen Wirtschaftsbündnisses Mercosur (Gemeinsamer Markt des Südens), folgt der Preis für Schlachtvieh einem Abwärtstrend und nähert sich 4 US-Dollar pro Kilo Schlachtkörper. Dieser externe Druck hat sich jedoch noch nicht in den konkreten Geschäften auf dem paraguayischen Markt niedergeschlagen.

Der Produktionssektor ist der Ansicht, dass es solide Fundamentaldaten gibt, um die aktuellen Preise zu stützen. Die internationale Nachfrage nach paraguayischem Rindfleisch bleibt robust und gleitet eventuelle Druck durch ein größeres regionales Angebot aus. Produzenten und Händler sind sich einig, dass es keine Anzeichen für eine signifikante Korrektur kurzfristig gibt.

Dieses Szenario wird durch die gute Leistung des Außenhandels gestützt. Im Juni verzeichnete Paraguay erneut einen Rekord beim durchschnittlichen Exportwert für Rindfleisch, was eine nachhaltige Verbesserung der Einnahmen pro verschiffte Tonne und eine zunehmende Aufwertung des Produkts auf den wichtigsten internationalen Märkten widerspiegelt. Dieses Verhalten stärkt die Zahlungsfähigkeit der Industrie und stützt die Notierungen für das zur Export bestimmte Vieh.

Mit dieser Perspektive startet der Viehmarkt die zweite Jahreshälfte mit günstigen Erwartungen. Solange die internationale Nachfrage das paraguayische Angebot weiter absorbiert und die Verfügbarkeit von schlachtreifen Tieren relativ knapp bleibt, geht der Sektor davon aus, dass die Voraussetzungen gegeben sind, um die Preisstabilität und die Rentabilität der Exportkette aufrechtzuerhalten.

Quellen (1)

Aktualisiert: 10.07.2026, 01:31