Partido Colorado startet Wahlkampf in Luque und betont Einheit trotz Abwesenheiten

Die Colorado-Partei startete ihren Wahlkampf für die Kommunalwahlen in Luque mit einem Appell an Einheit und Eintracht, trotz der bemerkenswerten Abwesenheit von Persönlichkeiten wie Mario Abdo Benítez und Arnoldo Wiens.

Partido Colorado startet Wahlkampf in Luque und betont Einheit trotz Abwesenheiten
KI-generierte Illustration.

Die Colorados (ANR, Asociación Nacional Republicana) haben am Samstag im Conmebol-Konventionszentrum in Luque offiziell ihren Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 4. Oktober gestartet. Die Veranstaltung brachte erstmals alle 263 Bürgermeisterkandidaten und über 2.800 Kandidaten für die Gemeinderäte der Liste 1 aus dem gesamten Land zusammen, wobei etwa 3.300 Parteifunktionäre anwesend waren.

Der Parteivorsitzende Horacio Cartes betonte neben Präsident Santiago Peña und Vizepräsident Pedro Alliana die parteiische Einheit und erklärte, die internen Auseinandersetzungen vom 7. Juni lägen nun hinter ihnen. Cartes versicherte, die Partei sei finanziell gesund, habe keine Bankenschulden und gewähre allen Kandidaten ihre volle Unterstützung.

Peña plädierte dafür, Eintracht zu einer Lebensweise und nicht nur zu einem Slogan zu machen, während er indirekt die Opposition kritisierte. Er behauptete, die gegnerischen Kandidaten seien „hinter verschlossenen Türen“ oder durch fragwürdige Umfragen ausgewählt worden, im Gegensatz zu den Colorados, die demokratische Vorwahlen durchlaufen hätten.

Bemerkenswerte Abwesenheiten prägten die Veranstaltung: Der ehemalige Präsident Mario Abdo Benítez und der ehemalige Vizepräsident Hugo Velázquez reichten formelle Entschuldigungen ein, während der Präsidentschaftskandidat Arnoldo Wiens, der zuvor öffentliche Kritik geäußert hatte, ebenfalls nicht erschien. Anwesende Colorado-Führer wie der Präsident der Abgeordnetenkammer, Raúl Latorre, spielten die Abwesenheiten herunter und konzentrierten sich auf die demonstrierte Einheit.

Senator Nicanor Duarte Frutos reagierte auf Wiens' Äußerungen und hinterfragte dessen „moralische Überlegenheit“. Er betonte, dass das Individuum der Gesamtheit der Partei untergeordnet sei. Alliana konterte ebenfalls und erklärte, der Weg der ANR sei der der Eintracht und unterscheide sich von Wiens' Rhetorik.

Laut Daten der Paraguayischen Organisation für interkommunale Zusammenarbeit (Opaci) regiert die Partei derzeit 163 Gemeinden und strebt an, diese Mehrheit bei den Wahlen im Oktober auszubauen.

Quellen (15)

Aktualisiert: 26.07.2026, 02:22