Peña kündigt souveränes KI-Rechenzentrum mit Taiwan für über 300 Millionen US-Dollar an

Santiago Peña gab in Zusammenarbeit mit Taiwan die Einrichtung eines souveränen Rechenzentrums für künstliche Intelligenz bekannt. Das Projekt mit einer Anfangsinvestition von über 300 Millionen US-Dollar und einer Kapazität von 10 Megawatt wurde während eines Forums vorgestellt, das Anwendungen der Technologie und akademische Ausbildung in Paraguay diskutiert.

Peña kündigt souveränes KI-Rechenzentrum mit Taiwan für über 300 Millionen US-Dollar an

Präsident Santiago Peña betonte bei der Eröffnung der dritten Auflage des Taiwan-Paraguay-Technologieforums am Freitag, dem 11. in Asunción, dass Paraguay eine aktive Rolle bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz einnehmen müsse. Die Veranstaltung, die bis Samstag, den 12. im Konferenzsaal der Zentralbank Paraguays stattfindet, behandelt Anwendungen der Technologie in Bereichen wie Energie, Gesundheit, Landwirtschaft, Logistik, Finanzen, Cybersicherheit und digitale Verwaltung.

„Paraguay hat eine klare Entscheidung getroffen: Wir werden nicht vom Spielfeldrand zuschauen, sondern wollen auf dem Platz mitspielen und eine führende Rolle übernehmen“, erklärte Peña. Der Präsident hob hervor, dass die Herausforderung darin bestehe, künstliche Intelligenz in Produktivität, effizientere öffentliche Dienstleistungen, Forschung, Investitionen und hochwertige Arbeitsplätze umzusetzen – unterstützt durch berufliche Ausbildung und Hochschulbildung.

Zu den genannten Initiativen gehört das Rechenzentrum für souveräne künstliche Intelligenz, ein Kooperationsprojekt mit Taiwan, das nach Peñas offizieller Reise auf die Insel im Mai angekündigt wurde. Die erste Phase sieht eine Infrastruktur mit einer Kapazität von 10 Megawatt und einer Investition von über 300 Millionen US-Dollar vor. Das Vorhaben soll schrittweise von einem Pilotzentrum zu einer regionalen und später internationalen Rechenplattform ausgebaut werden.

Das Projekt zielt darauf ab, die verfügbare Energie Paraguays mit der taiwanesischen Expertise in Technologie, Innovation, Halbleitern und Digitalisierung zu verbinden. Die Rechenleistung soll für produktive Sektoren, öffentliche Dienstleistungen und Forschung genutzt werden. Peña bezeichnete technologische Souveränität als konkretes Ziel: die Infrastruktur zur Steigerung der Produktivität im Land einzusetzen.

Der taiwanesische Botschafter in Paraguay, Ivan Lee, betonte, dass beide Länder über komplementäre Stärken verfügten: Paraguay biete Energie, eine junge Bevölkerung und unternehmerisches Potenzial, während Taiwan technologisches Know-how und die Ausbildung von Fachkräften einbringe. Zudem unterstrich er die Notwendigkeit, Forschung, Datenschutz und Cybersicherheit voranzutreiben.

Das Forum, organisiert von der Taiwan-Paraguay-Polytechnischen Universität (UPTP) und der taiwanesischen Botschaft, bringt nationale und internationale Experten, Unternehmen, öffentliche Institutionen, Universitäten und Kooperationspartner zusammen. Die Agenda umfasst Diskussionen zu Industrie 4.0, Energie, digitaler Gesundheit, intelligenter Landwirtschaft, Logistik, Finanzinnovation, digitaler Verwaltung und unternehmerischer Produktivität.

Der Rektor der UPTP, Jorge Duarte, erklärte, dass künstliche Intelligenz bereits Berufe, Industrien und Entscheidungsprozesse verändere. Die Universität kündigte an, ihr postgraduales Angebot mit dem kürzlich vom Nationalen Rat für Hochschulbildung (CONES) genehmigten Masterstudiengang Ingenieurwissenschaften auszubauen, der akademischen Austausch mit der Taiwan Tech einschließt. Der Neubau der Hochschule soll im kommenden Jahr eröffnet werden und soll Wissenschaft, Regierung und Wirtschaft enger zusammenbringen.

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Quellen (5)

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