Präsident Santiago Peña unterzeichnete am Dienstagabend das Dekret Nr. 6034, das das Gesetz Nr. 7599/2025 zur Modernisierung der Stromerzeugung aus nichtkonventionellen, nichtwasserkraftbasierten erneuerbaren Quellen regelt. Die Unterzeichnung fand im Beisein von Kabinettschef Javier Giménez und dem Rechtsberater des Präsidenten, Roberto Ilo Moreno, statt.
Die neue Regelung befähigt den Privatsektor, Energie aus Quellen wie Sonne, Wind, Biomasse, Biogas und Geothermie zu erzeugen. Die Unternehmen können die produzierte Energie zudem kaufen, verkaufen und exportieren sowie an Ausschreibungen der Administración Nacional de Electricidad (ANDE) zur Deckung der Inlandsnachfrage teilnehmen.
„Die Modernisierung des Energiesektors macht einen entscheidenden Schritt. Mit der Regelung des Gesetzes über nichtkonventionelle erneuerbare Energien verwandelt Paraguay eine strategische Vision in einen konkreten operativen Rahmen, um Investitionen anzuziehen, seine Energiematrix zu diversifizieren und das anhaltende Wachstum der nationalen Stromnachfrage zu begleiten“, schrieb Peña in seinen sozialen Netzwerken.
Das Gesetz war im Dezember letzten Jahres verkündet worden, bedurfte jedoch einer Regelung, um in Kraft zu treten. Die Anwendungsbehörde wird das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) sein, über das Vizeministerium für Bergbau und Energie, das jährlich den Referenztarif für nichtkonventionelle erneuerbare Energien auf der Grundlage von Kostenberichten der ANDE festlegen muss.
Die Vorschrift legt zudem technische Bedingungen für Eigenerzeugung, Kraft-Wärme-Kopplung und dezentrale Erzeugung fest, die es privaten, gewerblichen und industriellen Nutzern ermöglichen, ihre eigene Energie zu produzieren und Überschüsse in das nationale Verbundnetz einzuspeisen. Die ANDE erklärte, die Maßnahme werde die Energiesicherheit des Landes stärken und neue Projekte vorantreiben.
Mit der Öffnung hofft die Regierung, eine Energiematrix zu diversifizieren, die historisch von der staatlichen Wasserkrafterzeugung der binationalen Unternehmen und der ANDE dominiert wurde. Die Zuschlagsempfänger bei Ausschreibungen müssen eine Aktiengesellschaft in Paraguay gründen, und der Bieter muss mindestens 51 Prozent der Aktien halten.