Die Petróleos Paraguayos (Petropar) hat den Erhalt von 3,05 Millionen US-Dollar aus der Bankgarantie des mit der katarischen Firma Doha Holding Group LLC geschlossenen Dieselversorgungsvertrags bestätigt, der im April nach wiederholten Verstößen gekündigt worden war. Die Information wurde vom Präsidenten des Staatsunternehmens, William Wilka, während eines Besuchs in Mauricio José Troche bestätigt.
Der am 30. September 2024 während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Eddie Jara unterzeichnete Vertrag sah die Lieferung von 100.000 metrischen Tonnen Diesel im Wert von 61 Millionen US-Dollar vor. Die Doha Holding beantragte zehn Verlängerungen, lieferte den Kraftstoff jedoch nie aus. Angesichts des Scheiterns kündigte die Petropar den Vertrag und zog die vertragliche Garantie in Höhe von 5 % des gesamten Angebotswerts ein.
„Die Seite der Petropar ist vollständig abgesichert und garantiert, dass kein Vermögensschaden entstanden ist“, sagte Wilka und fügte hinzu, dass das Verwaltungsverfahren für das Staatsunternehmen praktisch abgeschlossen sei. Er bestätigte, dass die Nationale Direktion für öffentliche Aufträge (DNCP) eine Prüfung des Ausschreibungsverfahrens angeordnet habe.
Die DNCP leitete ein Verwaltungsverfahren gegen die Doha Holding Group und ihre Vertreter ein. Am 12. Mai erließ die Ermittlungsrichterin Jazmín Torres eine Stellungnahme, in der Alejandro Domínguez Pérez, der Sohn des Conmebol-Präsidenten Alejandro Domínguez, von den Ermittlungen ausgeschlossen wurde. Dem Dokument zufolge war Domínguez Pérez zwar als gesetzlicher Vertreter des Unternehmens aufgeführt, nahm diese Vertretung jedoch in keiner Phase des Ausschreibungsverfahrens oder der Vertragsausführung wahr. Dasselbe Kriterium wurde auf andere Personen angewandt, die in E-Mails in Kopie gesetzt waren, aber keine direkte Beteiligung hatten.
Das Verfahren gegen andere Aktionäre und Vertreter der Doha Holding wird fortgesetzt, um die Verantwortlichkeiten für die Vertragsverletzung zu klären.