Der Prozess um den Femizid an María Fernanda Benítez, einer 17-jährigen schwangeren Jugendlichen, die im Mai 2025 in Coronel Oviedo verbrannt aufgefunden wurde, wurde zum zweiten Mal ausgesetzt. Die Verteidigung des Apothekers Franco Acosta Céspedes legte eine Ablehnung gegen die drei Richter des Strafgerichts – Luis Ovelar, Andrea Riquelme und Víctor Vera – ein und stellte den Beschluss in Frage, der verschiedene Anträge der Verteidigung während der Anhörung vom 27. April geprüft hatte, als der Prozess hätte beginnen sollen.
Mit der Aussetzung obliegt es nun der Berufungskammer zu entscheiden, ob sie das Richtergremium bestätigt oder die Richter absetzt, damit das Verfahren fortgesetzt werden kann. Neben Acosta Céspedes werden auch Ricardo Andrés León Villamayor, Chiara Rolón Melgarejo und die Eltern des Jugendlichen, der als Täter gilt, angeklagt.
Den Ermittlungen zufolge soll María Fernanda am 27. Mai 2025 im Haus des Hauptverdächtigen getötet worden sein. Motiv der Tat sei die Unzufriedenheit des jungen Mannes mit der Schwangerschaft des Opfers gewesen. Obwohl angenommen wird, dass er allein handelte, soll er die Tat seinen Eltern gestanden haben, die angeblich versuchten, den Vorfall zu vertuschen.