Strafanzeige gegen ehemaligen IPS-Präsidenten wegen angeblichen Schadens von 391 Milliarden G.

Anwälte haben bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen den ehemaligen IPS-Präsidenten Jorge Brítez und acht weitere ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrats wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei fünf Ausschreibungen im Gesamtwert von über 391 Milliarden G. eingereicht.

Die Anwälte Juan José Bernis und María Muñoz haben an diesem Dienstag (19.) eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Präsidenten des Instituts für Soziale Vorsorge (IPS), Jorge Brítez, und acht weitere ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrats der Einrichtung eingereicht. Die Klage weist auf angebliche Unregelmäßigkeiten in fünf Ausschreibungsverfahren hin, die während der Amtszeit von Brítez durchgeführt wurden und einen Vermögensschaden von über 391 Milliarden G. verursacht haben sollen.

Laut der Anzeige, die an die Spezialeinheit für Straftaten gegen den Staat weitergeleitet wurde, werden die Beteiligten der Vergehen der Vertrauenserschleichung und der Veruntreuung öffentlicher Gelder beschuldigt. Neben Brítez wurden der ehemalige Leiter der Abteilung für Beschaffung und Logistik, Jaime Joel Caballero Ruiz Díaz, und die ehemaligen Mitglieder des Verwaltungsrats Gustavo Alberto González Maffiodo, Carlos Alberto Pereira Olmedo, José Emilio Argaña Contreras, Víctor Eduardo Insfrán Dietrich und José Jara Rojas angezeigt. Auch die Direktorin der internen Revision, Alicia Celeste Olazar Maciel, wurde in die Klage einbezogen.

Die Anwälte behaupten, dass die Ausschreibungen ohne Marktstudien, technische Machbarkeitsgutachten oder die erforderlichen Akkreditierungen gemäß dem Gesetz über öffentliche Aufträge durchgeführt wurden. Der Gesamtbetrag, der in den fünf Verfahren vergeben wurde, beläuft sich auf G. 391.574.472.965. Die Anzeige fordert die Staatsanwaltschaft auf, alle Beteiligten zu untersuchen.

Jorge Brítez trat im April 2026 von seinem Amt als IPS-Präsident zurück. Die Anzeige wurde einen Monat nach seinem Ausscheiden eingereicht. Bislang gab es keine öffentliche Stellungnahme der Angezeigten.