Strafanzeige gegen Ex-Präsidenten des IPS wegen Schadens von über 391 Milliarden Guaraní

Die Anwälte Juan José Bernis und María Muñoz haben Strafanzeige gegen den ehemaligen Präsidenten des Instituto de Previsión Social (IPS), Jorge Brítez, und andere ehemalige Direktoren wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei fünf Ausschreibungen in Höhe von insgesamt G. 391.574.472.965 eingereicht. Die Klage wurde bei der Staatsanwaltschaft eingereicht und wirft Vertrauensmissbrauch und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor.

Die Anwälte Juan José Bernis und María Muñoz haben an diesem Montag (18.) eine Strafanzeige bei der Spezialeinheit für Straftaten gegen den Staat der Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Präsidenten des Instituto de Previsión Social (IPS), Jorge Brítez, und andere ehemalige Mitglieder der Verwaltung der Einrichtung eingereicht. Die Klage untersucht mutmaßliche Straftaten des Vertrauensmissbrauchs und der Veruntreuung öffentlicher Gelder mit einem geschätzten Schaden von über G. 391 Milliarden.

Neben Brítez, der im April 2026 vom Vorsitz des IPS zurückgetreten war, richtet sich die Anzeige gegen den ehemaligen Leiter der Beschaffungs- und Logistikabteilung, Jaime Joel Caballero Ruiz Díaz, sowie die Mitglieder des Verwaltungsrats Gustavo Alberto González Maffiodo, Carlos Alberto Pereira Olmedo, José Emilio Argaña Contreras, Víctor Eduardo Insfrán Dietrich und José Jara Rojas. Ebenfalls einbezogen wurde die Direktorin der internen Revision, Alicia Celeste Olazar Maciel.

Nach Angaben der Anzeigenerstatter ereigneten sich die Unregelmäßigkeiten in mindestens fünf Ausschreibungsverfahren, die während der Amtszeit von Brítez durchgeführt wurden und deren vergebene Gesamtwerte G. 391.574.472.965 betragen. Die Anwälte behaupten, dass diese Verfahren ohne Marktstudien, ohne technische Machbarkeitsgutachten und ohne die nach dem Gesetz über Lieferungen und öffentliche Aufträge erforderlichen Akkreditierungen durchgeführt wurden. Sie fordern die Staatsanwaltschaft auf, alle Beteiligten zu untersuchen.

Die Anzeige wurde auf der Grundlage von Dokumenten eingereicht, die auf mangelnde Transparenz und Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften bei den Auftragsvergaben hinweisen. Der Fall wartet nun auf die Prüfung durch die Spezialeinheit zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens.