Die Schweinezucht in Paraguay verzeichnete in dieser Woche einen deutlichen Rückgang des Preises für lebende Schweine, der mit 9.700 Guarani pro Kilogramm den niedrigsten Stand seit 2023 erreichte. Die Asociación de Criadores de Cerdos del Paraguay (Appc) führt diesen Rückgang auf ein ungünstiges regionales und globales Umfeld zurück, das durch Faktoren wie Exportbeschränkungen, Seuchenausbrüche und Anpassungen der Nachfrage beeinflusst wird.
Delia Núñez, Geschäftsführerin der Appc, erklärte, dass der aktuelle Preis einen Rückgang gegenüber dem vorherigen Wert von 10.000 Guarani pro Kilogramm darstelle, obwohl der Preis im Januar 2023 mit 9.400 Guarani noch niedriger gewesen sei. Sie betonte, dass die Wechselkursentwicklung des US-Dollars die Wahrnehmung der Preise verzerren könne, da die amerikanische Währung in den letzten Jahren erheblichen Schwankungen ausgesetzt gewesen sei.
Der regionale Markt wird stark von großen Akteuren wie Brasilien und China beeinflusst, wobei China zu den wichtigsten Abnehmern und Kaufentscheidern zählt. Núñez hob die Bedeutung der Diversifizierung der Exportmärkte für Paraguay hervor und wies auf die Republik China (Taiwan) als Hauptziel hin, die für 60 bis 70 Prozent der Schweinefleischexporte des Landes verantwortlich sei und im Vergleich zu anderen Märkten wie Brasilien und Uruguay höhere Preise zahle. Die Philippinen zeichnen sich ebenfalls als neuer Abnehmer ab.
Trotz des aktuellen Szenarios hegt der Sektor weiterhin Wachstumserwartungen und konzentriert sich auf die Erweiterung der Produktion, die Verbesserung der Effizienz und die Konsolidierung in anspruchsvollen Märkten, was zur Devisengenerierung, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Dynamisierung der lokalen Wirtschaft beitragen würde. Der Inlandsverbrauch von Schweinefleisch in Paraguay ist ebenfalls gestiegen und hat sich im letzten Jahrzehnt von 3 auf 9 Kilogramm pro Kopf erhöht, liegt jedoch noch unter dem regionalen Durchschnitt.
