Brasilianische Unternehmen zeigen ein wachsendes Interesse daran, Solaranlagen und kleine Wasserkraftwerke in Paraguay zu errichten. Sie nutzen dabei den neuen Rechtsrahmen, der den Handel mit elektrischer Energie im Land erlaubt – sowohl mit der staatlichen Elektrizitätsverwaltung ANDE als auch über Vereinbarungen zwischen Privaten.
Fabio Fustagno, Präsident der Handelskammer Paraguay-Brasilien, erklärte, dass die Organisation Anfragen von Unternehmen aus dem Nachbarland zum Energiesektor erhalten hat. „Es öffnet sich auch eine Energienische, etwa im Bereich Solarenergie. Wir beginnen, derartige Anfragen zu sehen, dank dieses neuen Gesetzes. Diese Nische wird gerade beobachtet", sagte er.
Laut Fustagno konzentriert sich das brasilianische Interesse vor allem auf Solarprojekte, umfasst aber auch kleine Wasserkraftwerke, die kleinere Wasserläufe nutzen. „In Brasilien ist diese Art von Infrastruktur sehr verbreitet. Es gibt viele regionale und lokale Kleinwasserkraftwerke, die sich problemlos auch hier einsetzen lassen", erläuterte er.
Die Annäherung brasilianischer Unternehmen an den paraguayischen Markt erfolgt sowohl über die bilaterale Handelskammer als auch über brasilianische Banken mit Präsenz im Land. Fustagno wies zudem darauf hin, dass es eine wachsende Bewegung von Unternehmen aus dem Nachbarland gibt, die am Erwerb lokaler Unternehmen in Paraguay interessiert sind. Dies habe die Organisation dazu veranlasst, Veranstaltungen zu Fusionen und Übernahmen sowie zur Unternehmensbewertung durchzuführen.
