Senator kündigt Reform des Drogengesetzes an, um organisiertes Verbrechen und Drogenhändler in der Politik zu bekämpfen

Der Senator Antonio Rubén Velázquez kündigte eine Reform des Drogengesetzes von 1988 an, um das organisierte Verbrechen zu bekämpfen. Die Reform sieht eine Aktualisierung der Strafen, die Regulierung von medizinischem Cannabis, die Einführung der Kronzeugenregelung und die Bekämpfung der Infiltration von Drogenhändlern in die paraguayische Politik vor.

Senator kündigt Reform des Drogengesetzes an, um organisiertes Verbrechen und Drogenhändler in der Politik zu bekämpfen
KI-generierte Illustration.

Der oppositionelle Senator Antonio Rubén Velázquez, Vizepräsident der Kommission zur Bekämpfung und Prävention des Drogenhandels im Senat Paraguays, erklärte, das derzeitige Drogengesetz von 1988 sei veraltet und eine Reform sei im Gange. Laut ihm habe die Kommission bereits mehrere technische Arbeitsgruppen abgehalten, um Änderungen zu prüfen, darunter die Aktualisierung von Strafen und die Überarbeitung spezifischer Artikel.

Einer der Diskussionspunkte ist die Regulierung der medizinischen Verwendung von Cannabis, die laut dem Parlamentarier erhebliche Vorteile bringen und zur Erleichterung der Patientenbehandlung analysiert werden könne. Velázquez betonte auch die Bedeutung, Suchterkrankungen nicht nur aus legislativer Sicht anzugehen, sondern auch mit Fokus auf Prävention und Rehabilitation, und erwähnte Besuche in Behandlungszentren im ganzen Land.

Ein weiteres in Prüfung befindliches Projekt ist die Einführung der Kronzeugenregelung, eines Mechanismus, der bereits in anderen Ländern wie Kolumbien genutzt wird, um die Justiz in komplexen Fällen zu beschleunigen. Der Senator verteidigte die Notwendigkeit, die Gesetzgebung zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu stärken, die sich seiner Aussage nach vom Drogen- und Waffenhandel nähre, und nannte die Präsenz transnationaler Banden wie des PCC und des Comando Vermelho in Paraguay.

Velázquez äußerte Besorgnis über die Infiltration der organisierten Kriminalität in die paraguayische Politik und stellte fest, dass derzeit viele Drogenhändler für Wahlämter kandidieren. Er kritisierte das Gesetz zur Parteienfinanzierung, das seiner Einschätzung nach nicht verhindern konnte, dass Mittel zweifelhafter Herkunft Wahlkampagnen finanzieren, was es dem Verbrechen ermögliche, die demokratischen Institutionen zu beeinflussen.

Quellen (1)

Aktualisiert: 06.07.2026, 01:38