Der Nationale Dienst für Qualität und Pflanzengesundheit (Senave), die paraguayische Behörde für Qualität und Pflanzengesundheit, hat die verpflichtende Nutzung des Systems für die Rückverfolgbarkeit von Obst und Gemüse für Bananen, Ananas, Melonen und Papayas bis zum 31. Dezember verschoben.
Die Fristverlängerung soll den Erzeugern und anderen Beteiligten Zeit für die Registrierung und die Teilnahme an Schulungen geben. In diesem Zeitraum wird die Abteilung für pflanzliche Rückverfolgbarkeit in Zusammenarbeit mit den technischen Bereichen des Senave die Akteure bei der Integration in das System und dessen korrekter Anwendung unterstützen.
Nach Ablauf der Frist wird die Registrierung für die vier Produkte sowie die Ausstellung des Pflanzlichen Rückverfolgbarkeitsdokuments (DTV) verpflichtend. Das DTV dient als Nachweis für die Herkunft und den Transport pflanzlicher Erzeugnisse.
Die Maßnahme folgt auf einen Antrag von Erzeugerverbänden des Obst- und Gemüsesektors. Der Sektor hatte bereits eine sechsmonatige Verlängerung ab dem 1. Januar erhalten, bat jedoch um zusätzliche Zeit zur Umsetzung der Vorgaben.
Praktisch bedeutet die Verschiebung, dass Erzeuger, die noch nicht registriert sind, nicht sofort mit den Dokumentationspflichten konfrontiert werden, während der Senave die Schulungen und die Systemeinführung vorantreibt. Ab dem 31. Dezember kann das Fehlen der Registrierung oder des DTV dazu führen, dass die Herkunft der Produkte nicht mehr gemäß den geltenden Vorschriften nachgewiesen werden kann.
Das System ist Teil der offiziellen Maßnahmen zur Stärkung der Qualität und Sicherheit pflanzlicher Lebensmittel, zur Verringerung von Risiken für die menschliche Gesundheit, Tiere und die Umwelt sowie zur Erleichterung der Kontrolle möglicher pflanzengesundheitlicher Probleme. Der Senave betonte, dass die Einhaltung seiner technischen Vorschriften verbindlich ist.
