Sicherheitswarnung am Flughafen Guaraní: Polizei verstärkt Überwachung gegen Mega-Raub

Die Nationalpolizei Paraguays hat die Sicherheit am internationalen Flughafen Guaraní in Minga Guazú verstärkt, nachdem ein Geheimdiensthinweis auf einen geplanten Großraub einging. Die kriminelle Gruppe mit 17 bis 25 schwer bewaffneten Mitgliedern soll es auf Ladungen mit Elektronik, Medikamenten und Bargeld abgesehen haben. Die vorbeugenden Maßnahmen konzentrieren sich auf die Nachtstunden, insbesondere mittwochs, samstags und sonntags.

Die Nationalpolizei Paraguays hat die Patrouillen in der Umgebung des internationalen Flughafens Guaraní in Minga Guazú, Departamento Alto Paraná, verstärkt, nachdem sie eine Warnung der Direktion gegen organisierte Kriminalität über einen möglichen Großraub erhalten hatte. Nach Geheimdienstinformationen soll eine kriminelle Gruppe von 17 bis 25 Personen, schwer bewaffnet und mit mehreren Fahrzeugen, einen schweren Raub im Frachtbereich des Flughafens planen, insbesondere während der Nacht.

Kommissar Carlos Duré, Leiter der Abteilung für internationale Polizeikooperationsabkommen (Decacpi) und Mitglied des Dreiländerkommandos, bestätigte, dass das Hauptziel hochwertige Elektronikwaren seien, die mit internationalen Frachtflügen ankommen. Darüber hinaus erwähnte Duré, dass Tirzepatid, ein in Brasilien stark nachgefragtes Abnehmmedikament, zu einem begehrten Produkt der organisierten Kriminalität in der Region geworden sei und ebenfalls im Visier der Räuber stehe. Eine weitere Möglichkeit sei laut Ermittlern ein Angriff auf Geldtransporte des Sicherheitsunternehmens Prosegur, die per Flugzeug von Alto Paraná nach Asunción geschickt werden.

Die Behörden stellten fest, dass die kriminelle Gruppe aus Paraguayern, Brasilianern und Argentiniern bestehen soll, mit möglichen Verbindungen zum Primeiro Comando da Capital (PCC), einer brasilianischen kriminellen Vereinigung, laut Geheimdienstquellen. Die Logistik des Plans umfasse das Abfangen der Ladungen zum Zeitpunkt des Entladens oder während des Transports zum Zentrum von Ciudad del Este, auf Abschnitten, die als Übergänge zwischen Eskorten gelten, wie den Kilometern 30 bis 60 der Route PY02.

Angesichts der Bedrohung richtete die Polizei ein verstärktes Überwachungssystem ein, mit Schwerpunkt auf den Tagen Mittwoch, Samstag und Sonntag zwischen 19 und 5 Uhr, der Zeit der größten Verwundbarkeit. Die Information wurde an die Polizeidirektion von Alto Paraná weitergeleitet, die bereits vorbeugende Maßnahmen umsetzt. Das Dreiländerkommando, das die Zusammenarbeit zwischen Paraguay, Brasilien und Argentinien im Dreiländereck koordiniert, ist ebenfalls in die Überwachung eingebunden.

Kommissar Duré betonte, dass die meisten Ladungen heute zwar bis zum Ziel eskortiert würden, es aber „Übergangszonen“ gebe, in denen Eskorten wechseln, die die am stärksten gefährdeten Punkte seien. Die Polizei arbeite daran, die Gruppe zu neutralisieren, bevor der Schlag ausgeführt werde.