Staatsanwaltschaft fordert Schwurgerichtsverfahren für Bruder eines Politikers und lehnt Verjährung im Fall des Ex-Ministers Arnoldo Wiens im Metrobús-Skandal ab

Die paraguayische Staatsanwaltschaft beantragt ein Schwurgerichtsverfahren gegen den Bruder eines liberalen Politikers wegen sexuellen Missbrauchs und lehnt die Verjährung des Falls gegen den ehemaligen Minister Arnoldo Wiens im Metrobús-Projekt ab. Gleichzeitig beschlagnahmt die Polizei Waffen im Rahmen eines Sicherheitskonzepts zum Stadtjubiläum von Asunción.

Staatsanwaltschaft fordert Schwurgerichtsverfahren für Bruder eines Politikers und lehnt Verjährung im Fall des Ex-Ministers Arnoldo Wiens im Metrobús-Skandal ab

Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat die Überweisung eines Falls von sexuellem Missbrauch an einem Kind an ein Schwurgericht beantragt. Der Beschuldigte ist der Bruder eines liberalen Politikers, der sich um das Amt des Bürgermeisters im Departamento Central bewirbt. Staatsanwalt Armin Echeguren aus Fernando de la Mora reichte die formelle Anklage beim Strafgericht für Garantien ein, woraufhin Richter Miguel Ruiz eine Voranhörung für den 28. August 2026 ansetzte. Die Mutter des Opfers, das heute elf Jahre alt ist, hat sich als Nebenklägerin dem Verfahren angeschlossen.

In einem separaten Verfahren lehnte das für Wirtschafts- und Korruptionsdelikte zuständige Strafgericht für Garantien einen Antrag der Verteidigung des ehemaligen Ministers für öffentliche Arbeiten, Arnoldo Wiens Dürksen, auf Verjährung ab. Die Anwälte von Wiens hatten argumentiert, die fünfjährige Verjährungsfrist für den Fall „Metrobús“ – ein öffentliches Verkehrsprojekt – sei im Mai 2025 abgelaufen, da die untersuchten Handlungen wie die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem Unternehmen Mota-Engil und der Abriss von Haltestellen bis Mai 2020 erfolgt seien. Das Gericht stellte jedoch fest, dass eine Vorladung zur Vernehmung, die im Oktober 2023 zugestellt wurde, die Verjährung rechtlich unterbrochen habe. Dadurch können die Ermittlungen zu den mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten fortgesetzt werden.

Die Ermittlungen gegen Wiens wegen des Verdachts der Untreue und Sachbeschädigung werden von den Staatsanwältinnen Yeimy Adle und Nathalia Silva sowie Staatsanwalt Giovanni Grisetti geführt, die bereits die Überweisung des Falls an ein Schwurgericht beantragt haben.

In einer nicht damit zusammenhängenden Sicherheitsaktion nahm die Nationalpolizei während einer Kontrolle in der Avenida República Argentina in Asunción einen Mann fest. Rodolfo Ramón Duré Marín wurde in Gewahrsam genommen, nachdem die Beamten in seinem Fahrzeug eine Schusswaffe, Munition, einen Schalldämpfer, eine schusssichere Weste und weitere Ausrüstungsgegenstände ohne gültige Papiere fanden. Der Mann war bereits wegen Unterhaltsverzugs vorbestraft.

Die Festnahme erfolgt im Rahmen eines umfassenden Sicherheitskonzepts mit 400 Einsatzkräften anlässlich des Stadtjubiläums. Dazu gehören Straßensperrungen wie an der Costanera und der Calle Palma für kulturelle Veranstaltungen. Wie die Zeitung Hoy berichtet, sieht das Wochenendprogramm ein Festival an der Costanera mit Auftritten von Künstlern wie Kchiporros und Salamandra vor, außerdem Konzerte der Orquesta Sinfónica de la Ciudad de Asunción (OSCA) und der Orquesta de Cámara Municipal (OCMA).

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Quellen (4)

Aktualisiert: 16.08.2026, 01:00