Vom 3. bis 6. Juni wird das binationale Wasserkraftwerk Itaipu an der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien die 38. Sitzung des Internationalen Koordinierungsrates des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB-ICC) ausrichten. Die Veranstaltung mit rund 250 Teilnehmern aus 34 Ländern wird sich auf saubere Energie und das Management von Naturschutzgebieten konzentrieren.
Unesco
Die Unesco hat am Montag die spanische Version des Virtuellen Museums für gestohlene Kulturgüter veröffentlicht, einer interaktiven Plattform, die 241 verschwundene Objekte aus 47 Ländern vereint, mit besonderer Beteiligung hispanoamerikanischer Nationen, darunter Paraguay, das zwei Objekte beigesteuert hat. Die Initiative hat bereits zur Rückgewinnung von Stücken wie dem Goldhelm von Coțofenești aus Rumänien beigetragen.
Techniker des Programms Tekorenda haben die Anwesenheit von Nyctinomops mbopicuare, einer seltenen Fledermausart, im Tempel von San Buenaventura de Yaguarón festgestellt. Die Entdeckung ist Teil von Bemühungen zum Schutz von Kulturerbe und Natur, mit Plänen zur Umsiedlung der Kolonien in externe Kästen namens ‚Mbopirógas‘.
Die Secretaría Nacional de Cultura, das Instituto Paraguayo de Artesanía, die Fundación Pussineri und die Municipalidad de Piribebuy haben mit Unterstützung der UNESCO einen Meisterschaftswettbewerb zur Herstellung des Poncho Para’i de 60 Listas, einem immateriellen Kulturerbe der Menschheit, ins Leben gerufen. Der Präsenzwettbewerb findet am 20. Mai im Centro Cultural Demetrio Ortiz in Piribebuy statt.
Zum 80. Jahrestag des ICOM steht der Internationale Museumstag (18. Mai) unter dem Motto „Museen verbinden eine gespaltene Welt“. Der Tag feiert den Wandel dieser Institutionen von elitären Tempeln zu inklusiven und partizipativen Räumen, mit Schwerpunkt auf Dekolonisierung und der paraguayischen Initiative „Los museos se muestran“.