Verzögerung bei Vertrag mit ANDE führt zur Handelspause für Atome-Aktien an der Londoner Börse

Der Handel mit Aktien der Atome PLC an der Londoner Börse wurde ausgesetzt, weil das Unternehmen seine Finanzberichte nicht fristgemäß veröffentlichen konnte. Grund dafür sind noch laufende Verhandlungen mit der ANDE (Paraguays staatlichem Stromversorger) über den Stromliefervertrag für sein Projekt für grüne Düngemittel in Villeta.

Verzögerung bei Vertrag mit ANDE führt zur Handelspause für Atome-Aktien an der Londoner Börse
KI-generierte Illustration.

Der britische Konzern Atome PLC, der in Villeta ein Projekt für grüne Düngemittel entwickelt, sah seine Aktien vorübergehend an der Londoner Börse ausgesetzt. Die Maßnahme erfolgte, nachdem das Unternehmen seine geprüften Finanzberichte für das Jahr 2025 nicht innerhalb der gesetzlichen Frist, die am 30. Juni endete, vorgelegt hatte.

Das Unternehmen begründete die verspätete Rechnungslegung mit den laufenden Verhandlungen mit der ANDE (Administración Nacional de Electricidad), Paraguays staatlichem Stromversorger. Der Verwaltungsrat von Atome hielt es für ratsam, die Veröffentlichung der Bilanzen so lange zurückzustellen, bis eine Einigung über den Stromliefervertrag (PPA) für das Villeta-Projekt erzielt ist, was erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Bewertung des Unternehmens hat.

Atome-Präsident Peter Levine erklärte, die Suspendierung sei eine vorübergehende technische Angelegenheit und werde rückgängig gemacht, sobald die Dokumente veröffentlicht seien. Er versicherte, dass das auf 665 Millionen US-Dollar bezifferte Projekt in Villeta vollständig finanziert und baureif sei. Levine bekräftigte zudem die Unterstützung der Investoren und das Vertrauen in eine einvernehmliche Lösung mit der ANDE.

Der Tarifstreit eskalierte, nachdem die paraguayische Exekutive Dekrete aufgehoben hatte, die einen Sonderregelung für "Energie zu X" einführten, die Atome einen festen und kalkulierbaren Stromtarif garantierte. Lokale Analysten warnen, dass die Gewährung von Vorzugspreisen für großvolumige, stromintensive Industrien die Finanzen des staatlichen Energieversorgers mittelfristig negativ beeinflussen könnte.

Quellen (1)

Aktualisiert: 03.07.2026, 07:30