Kandidaten für das Bürgermeisteramt von Asunción melden stark unterschiedliche Wahlkampfkosten

Die Kandidaten für das Bürgermeisteramt von Asunción haben sehr unterschiedliche Beträge für ihre Wahlkampfkosten angegeben, wobei Camilo Pérez mit 700 Millionen Guaraníes führt, während die 24 Kandidaten der Partido Colorado für das Stadtparlament gemeinsam 2.436 Millionen Guaraníes deklarierten. Öffentlich zugängliche Daten, die von Experten kritisiert werden, weil sie die tatsächliche Herkunft des Geldes nicht detaillieren.

Kandidaten für das Bürgermeisteramt von Asunción melden stark unterschiedliche Wahlkampfkosten

Die Kandidaten für das Bürgermeisteramt von Asunción haben die Beträge angegeben, die sie für ihre Wahlkämpfe bei den Kommunalwahlen am 4. Oktober ausgeben wollen, wobei es erhebliche Unterschiede zwischen den Hauptbewerbern gibt. Die Informationen, die öffentlich im Nationalen Observatorium für Politische Finanzierung (ONAFIP) des Obersten Wahlgerichtshofs (TSJE) zugänglich sind, zeigen, dass der Kandidat der Partido Colorado, Camilo Pérez, mit einer Deklaration von 700 Millionen Guaraníes aus eigenen Mitteln anführt. An zweiter Stelle steht Arlene Aquino von der Partei Pátria Sonhada, die 600 Millionen Guaraníes und die Nutzung eines Pick-ups für ihre Mobilität angab.

Soledad Núñez, Kandidatin des Oppositionsbündnisses "Unidos por Asunción", meldete einen deutlich geringeren Betrag: 100 Millionen Guaraníes für Werbung, ohne Ausgaben für Transport zu deklarieren. Rodrigo "Bukele'i" Franco von der Christlich-Demokratischen Partei gab den niedrigsten Betrag an, nur 50 Millionen Guaraníes für seinen Wahlkampf. Die Veröffentlichung dieser Daten ist eine gesetzliche Anforderung des Gesetzes zur politischen Finanzierung, das Transparenz über Herkunft und Verwendung der Wahlkampfmittel schaffen soll.

Parallel dazu gaben die 24 Kandidaten der Partido Colorado (ANR) für das Stadtparlament gemeinsam an, 2.436 Millionen Guaraníes für ihre Wahlkämpfe auszugeben. Von dieser Summe deklarierten zehn Kandidaten individuell den Höchstbetrag von jeweils 150 Millionen Guaraníes, darunter Namen wie Miguel Sosa, José Plate und Sebastián Radice. Andere, wie Gerardo "Gringo" Benítez und Óscar "Piriki" Rodríguez, gaben jeweils 100 Millionen Guaraníes an. Am anderen Ende der Skala teilte der ehemalige Stadtrat Hugo Ramírez aus dem Lager Colorado Añetete mit, dass er nur 2 Millionen Guaraníes verwenden wird.

Christian Ruiz Díaz, Direktor für Politische Finanzierung des TSJE, betonte, dass die eidesstattlichen Erklärungen online in einem einfachen Format verfügbar sind, sodass jeder Bürger sie einsehen und sogar ausdrucken kann. Das Gesetz, das das Thema regelt, steht jedoch in der Kritik. Experten weisen darauf hin, dass der Mangel an Detaillierung in den Erklärungen es praktisch unmöglich macht, die tatsächliche Herkunft des Geldes nachzuvollziehen, was in der Praxis nicht verhindert, dass möglicherweise Geld aus der organisierten Kriminalität in die Politik gelangt, wie selbst vom Wahlgericht eingeräumt wird.

Diese Diskrepanz zwischen den deklarierten Beträgen und der Realität der Wahlkämpfe ist in Asunción sichtbar, wo die intensive Werbung in Radio, Fernsehen, sozialen Medien und im öffentlichen Raum im Kontrast zu den gemeldeten Summen steht. Die Gesetzgebung erlaubt es den Parteien, weiterhin Spenden und Zuwendungen bis zum Wahltag anzunehmen, wobei die nachträgliche Deklaration dieser Mittel verpflichtend ist, um die Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Teilen WhatsApp Facebook LinkedIn

Quellen (5)

Aktualisiert: 03.08.2026, 01:31