Das Kommando der Nationalpolizei Paraguays führte am Montag, dem 3. August 2026, eine umfassende Umstrukturierung seiner operativen Kommandos durch, mit der Ernennung neuer Direktoren für die Direktionen für Prävention und Sicherheit in Asunción und in neun Departements. Die Änderungen wurden durch die Resolution Nr. 727 formalisiert, die vom Kommandanten der Institution, Generalinspekteur César Roberto Silguero Lobos, unterzeichnet wurde, und stützen sich auf das Gesetz Nr. 7280/2024 zur Reform und Modernisierung der Nationalpolizei, mit dem Ziel, die polizeiliche Funktion zu optimieren und die öffentliche Sicherheit zu stärken.
Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Ablösung von Inspekteur Juan Agüero in der Direktion von Asunción, die nun von Inspekteur Francisco Rubén Ávalos Barrios geleitet wird. Eine weitere bedeutende Versetzung betraf Inspekteur Ricardo Orué Salinas, der Canindeyú verlässt, um die Direktion in Paraguarí zu übernehmen. Die vollständige Liste umfasst Jorge Ramón Aquino Aguayo (Alto Paraná), José Osvaldo Aguiar Vega (Caaguazú), Eladio Rubén Martínez Reyes (San Pedro), Roque Armando Cañete (Guairá), Ramón Escobar Rolón (Canindeyú), Christian Javier Ramírez Aguilera (Ñeembucú), José Félix Vega (Presidente Hayes) und Reinaldo Delgado Arce (Alto Paraguay).
Parallel dazu brachte die Resolution Nr. 728 Änderungen in spezialisierten Direktionen mit sich. Juan Agüero, der bisher für die Sicherheit der Hauptstadt zuständig war, wurde zur Direktion für Taktische Operationen versetzt. Ebenfalls wurden neue Leiter für die Direktionen für Informationsbeschaffung, Personalmanagement, Fürsorge für das Polizeipersonal, Strategische Planung, Interne Revision, Informations- und Kommunikationstechnologie (TIC POLNAC) und die Disziplinarstaatsanwaltschaft ernannt.
Ein Fall, der Aufmerksamkeit erregte, war die Ablösung des Kommandos in Alto Paraná. Inspekteur José Félix Vega, der das Amt am 27. März übernommen hatte, wurde nach einer Amtszeit von etwas mehr als vier Monaten, die von einer Reihe von Millionendiebstählen im Departement geprägt war, durch Jorge Ramón Aquino Aguayo ersetzt. In diesem Zeitraum fanden hochkarätige Raubüberfälle statt, wie der Diebstahl von 100 Handys von einem Motorradtaxifahrer im Stadtzentrum von Ciudad del Este, der Überfall auf einen Angestellten des Importeurs Vía Brasil mit einem Verlust von 200.000 US-Dollar und ein Anschlag mit Sprengstoff auf Bankfilialen in Santa Rita, bei dem Polizisten als Geiseln genommen wurden.
In seiner Antrittsrede erkannte der neue Direktor von Alto Paraná, Jorge Aquino Aguayo, der bereits 15 Jahre in der Region tätig war, unter anderem als Kommandeur der Spezialoperationsgruppe (GEO), die Einschränkungen bei Infrastruktur und Ausrüstung an. Er erklärte, er werde mit den verfügbaren Ressourcen arbeiten und Verbesserungen anstreben, und versprach, persönlich Streifengänge auf den Straßen zu führen. Der stellvertretende Kommandeur der Nationalpolizei, Feliciano Martínez, beschrieb die Änderungen als normale administrative Maßnahmen mit Fokus auf die Stärkung der präventiven Arbeit und der Beziehungen zur Gemeinschaft, räumte jedoch ein, dass die derzeit 1.600 Einsatzkräfte in Alto Paraná für den Bedarf nicht ausreichen.
Die neuen Amtsträger haben ihre Funktionen sofort übernommen, mit der Aufgabe, die Sicherheitsstrategien und Pläne für präventive Streifengänge in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen fortzuführen.
