Die notleidenden Kredite im paraguayischen Bankensystem haben bei einigen Instituten besorgniserregende Werte erreicht, wie Daten der Zentralbank von Paraguay (Banco Central del Paraguay, BCP) für Mai 2026 zeigen. Die nationale Entwicklungsbank Banco Nacional de Fomento (BNF) führt die Rangliste an, wobei 3,16 % ihres Portfolios der Kategorie 6 zugeordnet sind, die Kredite umfasst, die als uneinbringlich gelten. Die Ueno Bank belegt den zweiten Platz mit 2,74 % ihres Portfolios in dieser Kategorie.
Trotzdem weist der Großteil der Banken eine solide Basis auf, mit über 90 % der Kredite in Kategorie 1, die Schuldner mit angemessener Solvenz und regelmäßiger Zahlungshistorie umfasst. Zu den Banken mit der besten Performance gehören Atlas (93,36 %), Continental (92,51 %), Itaú (92,24 %) und BNF (91,47 %). Auch Bancop und GNB heben sich hervor, mit 91,02 % bzw. 90,65 % ihres Portfolios in Kategorie 1.
Allerdings deuten notleidende Kredite bei Banken wie Basa (1,84 %), GNB (1,29 %), Interfisa (1,26 %) und Atlas (1,03 %) auf Risikoschwerpunkte hin, die Aufmerksamkeit erfordern. Banken wie Sudameris und Itaú weisen geringere Anteile auf, mit 0,94 % bzw. 0,79 % in Kategorie 6. Continental und Solar verzeichnen die niedrigsten Werte mit 0,59 % und 0,08 %.
Die Daten zeigen, dass die Kreditqualität des paraguayischen Bankensystems zwar robust bleibt, die Entwicklung der Zwischenkategorien und der notleidenden Kredite jedoch entscheidend sein wird, um die Fähigkeit der Institute zu bewerten, Zahlungsausfälle einzudämmen und ihre Rentabilität zu schützen.