Abgeordnete fordern Wiederaufnahme der wegen Wechselmafia ausgesetzten Lastschriftverfahren

Abgeordnete fordern von der Zentralbank und der Nationalen Förderbank, die automatische Gehaltspfändung wieder einzuführen, die aufgrund der Mafia der Schuldscheine ausgesetzt wurde. Sie argumentieren, dass die generelle Maßnahme legale Unternehmen benachteiligt, während die Legislative für ihre Untätigkeit bei der Bekämpfung des Systems kritisiert wird, das Tausende in Mitleidenschaft gezogen hat.

Abgeordnete fordern Wiederaufnahme der wegen Wechselmafia ausgesetzten Lastschriftverfahren
KI-generierte Illustration.

Eine Gruppe von Abgeordneten der Colorado-Fraktion hat einen Erklärungsantrag vorgelegt, der die Paraguayische Zentralbank (BCP) und die Nationale Förderbank (BNF) auffordert, den Service der automatischen Gehaltsabrechnung für legal operierende Unternehmen wieder einzuführen. Die Maßnahme war aufgrund des kriminellen Schemas, bekannt als "Mafia der Schuldscheine", ausgesetzt worden.

Die Abgeordneten Rubén Roussillón, Jatar "Oso" Fernández, Francisco Petersen und Carlos Núñez Salinas argumentieren, dass die pauschal auf das Finanzsystem angewandten Restriktionen formelle Unternehmen schädigen, die sich an die Vorschriften halten. Sie plädieren für die Einführung differenzierter Kontrollprotokolle, die die in Betrug verwickelten Unternehmen isolieren, aber die Kontinuität des Service für legitime Geschäfte gewährleisten.

Der Antrag, der lediglich deklaratorisch ist und keine Gesetzeskraft besitzt, bereitet Sorgen, da das System der automatischen Lastschriften genau der Mechanismus war, den die Mafia ausnutzte, um dieselbe Schuld bei ihren Opfern, geschätzt über 17.000 Personen, mehrfach einzutreiben. Das Schema involvierte Privatpersonen mit mutmaßlicher Mittäterschaft von Justizbediensteten.

Undessen wird die Legislative kritisiert, weil sie nicht genügend Interesse daran zeige, das Schema zu bekämpfen; mehrere Gesetzesvorschläge wurden bereits archiviert. Strafverfahren laufen noch in der Judikative, aber vielen der Beteiligten, insbesondere Justizangestellten, soll es gelungen sein, der Verantwortung einfach durch Rücktritt von ihren Ämtern zu entgehen.

Quellen (2)

Aktualisiert: 10.07.2026, 01:31